Gazastreifen: Palästinenser feuern Raketen auf Israel ab

Rund einen Monat lang herrschte Stille: Jetzt haben radikale Palästinenser im Gazastreifen erneut eine Rakete über die Grenze nach Israel abgefeuert.

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Samstagabend zum ersten Mal seit etwa einem Monat wieder eine Rakete in das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das israelische Militär sagte, das Raketenabwehrsystem sei nicht aktiviert worden.

Es gab keine Berichte über Verletzungen oder Sachschäden. Zunächst war unklar, welche Gruppe für den Angriff verantwortlich war. Zuletzt wurden Anfang November mehrere Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

Laut The Times of Israel hat das israelische Militär am frühen Sonntagmorgen Luftangriffe auf Gaza durchgeführt. Die israelischen Verteidigungskräfte sagten in einer kurzen Erklärung, dass sie Gaza als Vergeltung für den Raketenangriff von Samstagnacht angreifen würden.

Zwei Mitglieder der palästinensischen militanten Organisation Islamischer Dschihad wurden Donnerstagnacht während einer israelischen Militäroperation im Westjordanland getötet. Der Islamische Dschihad ist besonders im Gazastreifen aktiv und startet von dort immer wieder Raketenangriffe.

Die israelische Armee startete Anfang August eine großangelegte Militäroperation gegen den Islamischen Dschihad. Nach Angaben der Armee haben militante Palästinenser danach mehr als 1.000 Raketen auf israelische Städte abgefeuert.

Nach dreitägigen Kämpfen wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Mehr als 40 Menschen wurden im Gazastreifen getötet. Hunderte wurden verletzt. Im Westjordanland und in Ostjerusalem kam es in letzter Zeit fast täglich zu gewalttätigen Zusammenstößen, Angriffen von Palästinensern und Einfällen der israelischen Armee.

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