Gefahr wie vor 60 Jahren: Biden sieht mögliches „Armageddon“ unmittelbar bevor

Eine Gefahr wie die letzten 60 Jahre sieht Biden im möglichen „Armageddon“ bevorstehen.

07.10.2022 04:36 Uhr

Laut US-Präsident Biden ist die Gefahr eines Konflikts apokalyptischen Ausmaßes größer als seit 60 Jahren, als die Kuba-Krise die Welt in Atem hielt. Biden sagte, er glaube nicht, dass Putin scherze, wenn er mit dem Einsatz von Atomwaffen drohe. Zur möglichen Reaktion der USA schweigt er.

US-Präsident Joe Biden hält die Gefahr einer nuklearen Konfrontation mit katastrophalen Folgen nach den Drohungen des Kremls für so groß wie seit 60 Jahren nicht mehr. Seit der Kuba-Krise 1962 sei die Welt nicht mehr mit “Armageddon” konfrontiert gewesen, sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) nach Angaben von mit ihm reisenden Reportern bei einem Auftritt in New York.

Er kenne den russischen Präsidenten Wladimir Putin recht gut, sagte Biden. Und der Kremlchef scherzt nicht, wenn er über den möglichen Einsatz taktischer nuklearer, chemischer und biologischer Waffen spricht, da das russische Militär im Kampf in der Ukraine schwach ist. Gleichzeitig glaube er nicht, dass es möglich sei, einfach taktische Nuklearwaffen einzusetzen, ohne dass dies zu “Armageddon” führe, betonte der amerikanische Präsident.

Russland hat kürzlich vier besetzte ukrainische Gebiete völkerrechtswidrig annektiert, und unter anderem Putin kündigte an, sie mit allen verfügbaren Mitteln zu verteidigen.

Das Weiße Haus schweigt zu einer möglichen Antwort

Die USA warnen die russische Führung seit langem in direkten Kontakten, dass der Einsatz taktischer Atomwaffen schwerwiegende Folgen haben würde. Gleichzeitig wollte sich das Weiße Haus nicht öffentlich dazu äußern, welche Folgen das haben könnte. Die US-Regierung sagte auch, sie habe keine konkreten Schritte Russlands zum Einsatz von Atomwaffen gesehen.

Die Kubakrise war eine dramatische Eskalation des Kalten Krieges im Oktober 1962, nachdem die Sowjetunion Mittelstreckenraketen auf der Insel stationiert hatte. Die beiden Supermächte waren in dem rund zweiwöchigen Konflikt einem Atomkrieg nahe gekommen, hatten die Gefahr aber durch Verhandlungen abgewendet.

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