Veröffentlicht am 1. Dezember 2022, 10:32 Uhr
Nebenwirkungen: Impfopfer fühlen sich von der Bundesregierung im Stich gelassen
Der Sportpädagoge Mirko Schmidt hat für Geimpfte den Verein «Schweiz des Post-Impf-Syndroms» gegründet. Der Zusammenhang zwischen Impfung und Symptomen ist jedoch oft unklar.
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Mehr als ein Jahr nach seiner zweiten Impfung ist Mirko Schmidt immer noch zu 100 % krank. Inzwischen hat er den Verein „Schweiz des Post-Impf-Syndroms“ für Impfgeschädigte gegründet.
SRF
Die meisten Nebenwirkungen von Impfungen halten laut Swissmedic jedoch nur kurz an.
20min/Celia Nogler
Es gibt nur ein Prozent der Fälle mit einer zuverlässigen Korrelation zwischen Impfung und Symptomen.
20min/Celia Nogler
Das ist es, worum es geht
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Mirko Schmidt litt an Hirnhautentzündung und Herzmuskelentzündung. Auslöser dafür soll seine zweite Moderna-Impfung gewesen sein.
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Mehr als ein Jahr nach der Impfung ist er immer noch krankgeschrieben.
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Allerdings sieht Swissmedic den Zusammenhang zwischen Impfung und negativen Nebenwirkungen nur in sehr wenigen Fällen als «sicher» an.
Mehrere Personen, die unter schweren Nebenwirkungen der Covid-Impfung gelitten haben sollen, haben sich zum Verein «Schweiz des Nachimpfsyndroms» zusammengeschlossen. Gründer des Vereins ist Sportpädagoge Mirko Schmidt. Wie «SRF» berichtet, entwickelte er nach seiner zweiten Moderna-Impfung im Sommer vergangenen Jahres schwerste Nebenwirkungen und musste nach Krämpfen zweimal ins Spital.
Ein Jahr später ist Schmidt immer noch beurlaubt
Nach zahlreichen Arztbesuchen lautete die Diagnose: schwere Impfreaktion nach der Covid-Impfung mit Meningitis und Myokarditis. Er ist derzeit noch zu 100 Prozent krankgeschrieben, und auf der Website seiner Universität heißt es, er sei “auf unbestimmte Zeit abwesend”.
Schmidt kritisierte in der „Rundschau“: „Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert, aber dies wurde nie kommuniziert, weder von den offiziellen Stellen, noch von den Medien.“ Swissmedics Leiter Arzneimittelsicherheit, Christoph Küng, widerspricht jedoch: «Wenn wir zum Beispiel Herzmuskelentzündungen betrachten, war die Schweiz eines der ersten Länder weltweit, das Informationen zum Moderna-Impfstoff bereitgestellt hat.»
Schmidt und andere Betroffene fühlen sich von ihrer Krankheit im Stich gelassen. Schmidt fordert, dass die Betroffenen mehr Unterstützung erhalten: „Ämter, Behörden, Krankenkassen, Ärzte – aus meiner Sicht sind alle in der Pflicht, wenn wir ein Land sein wollen, das solidarisch auf sich selbst blickt.“
Nur in einem Prozent der Fälle besteht ein zuverlässiger Zusammenhang
Bis heute hat Swissmedic rund 6000 Meldungen über unerwünschte Impfsymptome erhalten. Laut Küng sind die Symptome jedoch in den allermeisten Fällen vorübergehend. Zudem ist unklar, in welchen Fällen die Impfung tatsächlich für die Symptome verantwortlich ist. Der Zusammenhang ist nur bei einem Prozent der Fälle „sicher“, bei 22 Prozent ist er „wahrscheinlich“ und bei 72 Prozent der Symptome ist ein Zusammenhang mit der Covid-Impfung „möglich“. Und von den 230 Entschädigungsgesuchen, die Opfer von Impfnebenwirkungen bisher gestellt haben, wurde keines vom BAG genehmigt.
Bis Mitte November hatten sechs mutmassliche Impfopfer Klage gegen Swissmedic eingereicht. Seine Klage wird jedoch keinen Erfolg haben.
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