Klimaaktivist Deutschland
Luisa Neubauer nennt Scholz „fossilen Kanzler“
Stand: 06:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
„Menschen, Unternehmen, Klima spielen gegeneinander, am Ende verlieren alle“
Ob Klimakrise, Energiekrise oder Lebensnotwendigkeit: Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist laut Klimaaktivistin Luisa Neubauer „die Wurzel aller Krisen“. Mit Fridays for Future fordert er deshalb einen Sonderfonds von 100 Milliarden für Hilfen, erneuerbare Energien und Bildung.
Luisa Neubauer kritisiert Kanzler Olaf Scholz für aus ihrer Sicht mangelnden Klimaschutz. Auch der Ampelkoalition geht es nicht gut. Hier geht es vor allem um das Koalitionsklima und nicht um das Weltklima.
Vor den erneuten Protesten der Fridays-for-Future-Bewegung hat die Klimaaktivistin Luisa Neubauer Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wegen seiner Klimapolitik direkt angegriffen. „Wir machen uns unglaubliche Sorgen um den fossilen Kanzler Olaf Scholz, der offenbar kein Interesse daran hat, uns substanziell aus der Klimakrise herauszuholen“, sagte Neubauer dem Deutschen Redaktionsnetzwerk (RND/Donnerstag). Er hat auch die Arbeit der Ampelkoalition kritisiert. „Die Regierung als Ganzes ist den Herausforderungen nicht gewachsen. Vor allem wundert es uns, dass das Koalitionsklima immer wichtiger ist als das Weltklima.”
Fridays For Future hat für diesen Freitag zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Allein in Deutschland soll es in rund 200 Städten zu Demonstrationen kommen, darunter auch in Berlin. 8.000 Teilnehmer haben sich für den Protest in der Hauptstadt angemeldet. Die Themen soziale Sicherheit und Klimaschutz müssen laut Neubauer diesmal gemeinsam behandelt werden.
Bundeskanzler Olaf Scholz hatte zuvor seine erste Rede vor der UN-Vollversammlung in New York gehalten, dort aber vor allem über Themen wie den Krieg in der Ukraine gesprochen. Das Thema Klima spielte nur eine untergeordnete Rolle. Allerdings hatte sie angekündigt, dass Deutschland ab 2025 jährlich 1,5 Milliarden Euro für den internationalen Schutz der Biodiversität beisteuern werde. Das ist laut den Ministerien für Umwelt und Entwicklung das Doppelte der rund 750 Millionen Euro, die im Durchschnitt zwischen 2017 und 2021 investiert wurden Mittel sind Teil der Erhöhung des Budgets für den internationalen Klimaschutz auf mindestens 6 Milliarden Euro pro Jahr bis spätestens 2025. Viele Experten sehen den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität als gemeinsame Aufgabe zur Erhaltung der Lebensgrundlagen. .