Der sogenannte Läuferdurchfall ist eine meist harmlose, aber sehr unangenehme Begleiterscheinung des Ausdauersports. Manchmal stecken hinter Magen-Darm-Problemen ernsthafte Krankheiten, daher ist es am besten, einen Arzt aufzusuchen, um sie auszuschließen.
So entsteht Läuferdurchfall
Für Magen-Darm-Probleme im Ausdauersport gibt es mehrere Gründe.
- Auch beim Sport reagiert der Magen oft empfindlich auf Stresssituationen. Steht man beispielsweise vor einem Wettkampf, erhöht dies den Stresspegel, was wiederum die Beweglichkeit des Magens einschränkt.
- Infolgedessen kommt es zu einer Erhöhung der Magensäuresekretion mit saurem Aufstoßen sowie zu einer Überstimulation der Darmtätigkeit, die zu häufigem Stuhlgang und Durchfall führt.
- Auch abseits von Stresssituationen können im Zusammenhang mit Ausdauersport allein vor lauter Anstrengung Magen-Darm-Probleme auftreten. Durchfall wird schlimmer, je intensiver die Übung ist.
- Da die Muskulatur beim Sport stärker durchblutet werden muss, reduziert der Körper andere Funktionen wie die der Verdauungsorgane, um Energie zu sparen. Als Folge können nicht nur Durchfälle auftreten, sondern auch gereizte Magenschleimhaut, Geschwüre und Blutungen. Da Sie während des Trainings viel Flüssigkeit verlieren und sich Ihr Körper erwärmt, werden diese Effekte verstärkt.
- Auch die Nahrung wirkt sich während des Trainings auf den Magen aus. Die Einnahme hochkonzentrierter Lebensmittel wie Mineraltabletten, Energy- oder Mineraldrinks, Schokolade oder Kohlenhydratgele kurz vor dem Laufen kann zu Bauchkrämpfen und Durchfall führen.
Du kannst es gegen Magen-Darm-Probleme beim Laufen tun
Um Magen-Darm-Probleme während des Trainings in den Griff zu bekommen, solltest du deinem Körper Zeit geben, sich an die Belastung zu gewöhnen.
- Es hilft, die Intensität und Dauer der Stresssituation zunächst zu reduzieren und dann schrittweise wieder zu steigern.
- Kommt der Durchfall wieder, versuchen Sie gleich nach dem normalen Stuhlgang zu laufen, ohne zwischendurch etwas zu essen.
- Im Allgemeinen solltest du mindestens zwei Stunden vor dem Training keine große Mahlzeit zu dir nehmen. Essen Sie Lebensmittel, die leicht verdaulich sind, wenn nicht, die fettarm sind und keine Blähungen im Körper haben.
- Trinken Sie außerdem regelmäßig kleine Mengen Flüssigkeit beim Joggen, wenn Sie längere Zeit unterwegs sind. Dies kann auch helfen, Magen-Darm-Probleme zu kontrollieren.
- Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.