Im österreichischen Skigebiet Lech/Zürs in Vorarlberg ist eine Lawine niedergegangen. Laut Einsatzkräften wurden weit weniger Menschen unter den Schneemassen begraben als zunächst angenommen. Rettungskräfte gehen derzeit nur von zwei möglichen Opfern aus, sagte ein Sprecher des Einsatzkommandos am Sonntagabend.
Aufgrund von Videos eines Zeugen war zunächst von zehn Verschütteten ausgegangen worden, inzwischen konnten acht der zehn Personen identifiziert werden. Sie waren sicher und kaum aus der fallenden Lawine heraus. „Es besteht auch die Hoffnung, dass uns keine Vermisstenmeldungen vorliegen“, sagte der Sprecher.
Nach dem Unfall wurde ein Skifahrer aus den Schneemassen gerettet. Mehrere Helikopter und Suchteams mit Lawinenspürhunden waren im Einsatz. Es wurden auch Suchscheinwerfer eingeschaltet, um die Rettungsaktion in der Nacht fortzusetzen.
Etwa 200 Personen waren an der Rettung beteiligt
Am Abend waren nach Angaben der Gemeinde fast 200 Personen im Einsatz, die sich an der Suche nach dem Lawinenkegel beteiligt hatten. „Wir tun alles, um die Wintersportler zu retten“, teilte die Gemeinde Lech mit. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten Schneeverwehungen auch die Hänge des rund 2700 Meter hoch gelegenen Skigebiets Trittkopf in Lech erreicht und Wintersportler dort begraben.
Große Lawinengefahr nach den Schneefällen der letzten Tage
In den letzten Tagen ist im hochalpinen Gelände viel Schnee gefallen. Im Arlberg-Skigebiet hat es laut Polizei am Sonntag Frühlingswetter gegeben. Gleichzeitig war laut Lawinenwarndienst die Lawinengefahr erheblich.
Mit Informationen von dpa, Reuters und AFP