Lustenau holt einen Punkt bei Austria Wien

Vienna Austria und Aufsteiger Austria Lustenau teilten sich in einem spannenden Match die Punkte. Aufsteiger Ländle holte am Samstag im 7. Spieltag der Bundesliga mit einem 2:2 (1:2)-Erfolg bei den „Violetten“ einen Punkt und setzte damit seinen hervorragenden Saisonstart fort. Allerdings verpassten die Wiener den ersten Sprung über die Ziellinie in die Top 6 und starteten somit ohne Erfolgserlebnis in die nächste Gruppenphase der Conference League.

Reinhold Ranftl brachte Austria Wien nach nur vier Minuten in Führung, doch Lukas Fridrikas (27.) und Anderson (34.) drehten das Spiel vorübergehend für den tapferen Aufsteiger. Aleksandar Jukic (57.) sicherte dem Team von Trainer Manfred Schmid einen verdienten Punkt. Lustenaus Stefano Surdanovic hat kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte gesehen (87.), die Vorarlberger um Trainer Markus Mader haben nun elf Punkte auf dem Konto, die Wiener Austria sechs. Der israelische Vizemeister Hapoel Be’er Sheva erwartet die Schmid-Elf im Europacup am Donnerstag (18.45 Uhr/Live bei Sky Sport Austria).

Nach dem 5:0-Erfolg in der zweiten Pokalrunde unter der Woche beim Regionalligisten ASV Siegendorf setzte Schmid erneut auf eine Dreierkette. Veteran James Holland musste aufgrund österreichischer Pot-Erlöse an der Seitenlinie sitzen. Nach der 0:2-Pokalniederlage beim Wiener Sport-Club und der 0:6-Niederlage gegen Salzburg in der Liga hoffte Mader auf eine Wende.

Das erste Duell der beiden Mannschaften seit mehr als zehn Jahren, als die Wiener im Pokal-Viertelfinale triumphierten, nahm einen rasanten Start. Fridrikas verfehlte nach nicht einmal zwei Minuten mit einem Hackenabsatz am österreichischen Torhüter Christian Früchtl. Doch schon bald darauf durften sich die 9.694 Fans in der Generali-Arena freuen: Nach langem Aufschlag, der Lustenaus Defensive verunsichert wirken ließ, vollendete Ranftl einen unhaltbaren Halbvolley von der linken Strafraumgrenze. Ecke. Eine Werbeband spürte Maders Zorn.

In der Folge zeigten die „Violeten“ ein ordentliches direktes Spiel, ohne jedoch gefährlich zu werden. Die Vorarlberger kamen jedoch besser ins Spiel und wurden vor dem Tor eingefroren. Zunächst spielte Anderson einen perfekt getimten Ball in die Schnittstelle, Fridrikas blieb vor Früchtl ruhig. Dann spielte Ex-Lustenauer Haris Tabakovic einen Fehlpass, der starke Fabian Gmeiner eroberte den Ball und legte ihn im Eiltempo zu Anderson. Der 24-jährige Brasilianer traf durch Früchtls Beine.

Schmids Mannschaft verlor den Spielfluss komplett, kurz bevor die Hausherren bei einem Fridrikas-Kopfball am Innenpfosten Glück hatten (33.). Den Gästen des Ländle wiederum gefiel das hohe Pressing, mit dem die Veilchen ihre Probleme hatten. Nach dem Seitenwechsel drängten die Hausherren jedoch auf Vorteil. Erst schoss Tabakovic mit einem Dreher daneben (52.), dann machte es „Joker“ Jukic besser. Lustenau-Schlussmann Domenik Schierl musste den Distanzschuss von Fitz kurz abprallen lassen, Jukic duckte sich und staubte sich ab.

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Wiener. Sie hatten in der Schlussphase mehrfach Pech, der Siegtreffer wollte nicht mehr gelingen. Ein Schuss von Can Keles traf zuerst die Latte, nachdem Lustenaus Kapitän Matthias Maak entscheidend abgefälscht hatte (83.). Dann geht ein Fernschuss von Manfred Fischer knapp am Kreuzeck vorbei (84.). Kurz darauf musste Surdanovic nach seinem zweiten Gelb-Foul vom Feld. Beim Freistoß verfehlte Fitz im Wembley-Stil an der Unterseite der Latte.

Alle Videoziele:

1:0 Reinhold Ranftl (4.)

1:1 Lukas Fridrikas (27.)

1:2 Anderson (34.)

2:2 Aleksandar Jukic (56.)

(WAS)

Bild des Artikels: GEPA

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