Veröffentlicht am 31. Juli 2022, 19:08
Madrid: Mann mit Affenpocken fährt in U-Bahn: Schockierter Arzt macht Bild viral
Ein Bild aus Madrid wird seit Samstag vielfach geteilt und kommentiert: Es zeigt einen mit Affenpocken infizierten Mann in der U-Bahn, der sich der Ansteckungsgefahr nicht einmal bewusst ist.
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Dieses Foto aus Madrid geht viral: Ein Mann mit Affenpocken steigt in die U-Bahn.
Twitter/Arturo M Henriques B
Affenpocken haben sich in wenigen Monaten auf der ganzen Welt verbreitet.
dieser schwule Arzt
Am 24. Juli hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund von Affenpocken einen „Notfall von internationaler Bedeutung“ ausgerufen.
Privatgelände
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In Madrid stieg ein Mann mit Affenpocken in die U-Bahn.
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Keiner der Reisenden scheint ihn zu bemerken.
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Nur ein fürsorglicher Arzt spricht mit dem Kranken.
Das Bild eines spanischen Arztes geht viral: Arturo Henriques fotografierte einen mit Affenpocken infizierten Mann in der Madrider U-Bahn. Der Passagier war in Shorts unterwegs, der Arzt wies darauf hin, dass die Krankheit auf dem Höhepunkt der Ansteckung sei. „Er ist von Kopf bis Fuß mit Pusteln bedeckt, einschließlich seiner Hände. Die Menschen um ihn herum tun so, als wäre alles in Ordnung.“ Der Arzt postet nun das Foto vom 15. Juli, um in den sozialen Medien auf die Gefahr der Viruserkrankung aufmerksam zu machen.
Auf Twitter schildert Henriques sein Erlebnis: Er sei auf den Mann zugegangen und habe ihn nach der Situation gefragt. „Ich habe ihn gefragt, was er in der U-Bahn macht, wenn er Affenpocken hat. Seine Antwort: ‚Mein Arzt hat mir nicht gesagt, ich soll zu Hause bleiben. Ich soll einfach eine Maske tragen.’
Henriques ist fassungslos. Er warnt den Patienten, dass „in diesem Moment die Verletzungen, die er am ganzen Körper hat, am ansteckendsten sind. Ich habe ihm erklärt, dass ich Arzt bin und er möglicherweise die Anweisungen seines Hausarztes missverstanden hat.“ Der Mann in der U-Bahn war aufgebracht. Er bat Henriques, ihn in Ruhe zu lassen.
Etwas verzweifelt drehte sich der Arzt zu der Frau um, die vor der Patientin saß. Er fragte, ob er sich keine Sorgen mache, sich die Affenpocken einzufangen. Ihre Antwort beunruhigt Henriques noch mehr: “Wie kann ich krank werden, wenn ich nicht schwul bin?”
Der Arzt gab an diesem Punkt seinen Kampf auf. “Wie viele Menschen hat dieser Mann angesteckt? Keine Ahnung. Er ist Maurer, heterosexuell, zwischen 40 und 50 Jahre alt.” Arturo Henriques erkennt, wie gefährlich der öffentliche Verkehr ist. “Seit diesem Vorfall sitze ich nicht mehr in der U-Bahn und versuche nichts anzufassen.”
Zwei Tote in Spanien
In den letzten Tagen wurden erstmals Todesfälle durch Affenpocken in Europa gemeldet. Am Freitag und Samstag starben zwei Männer in Spanien. Die beiden Patienten waren mit Enzephalitis in Krankenhäuser in den Landkreisen Valencia und Andalusien eingeliefert worden.
Spanien ist eines der am stärksten von Affenpocken betroffenen Länder. Bei etwa 4.300 registrierten Fällen gab es etwa 120 Krankenhauseinweisungen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Experten forderten mehr und bessere Maßnahmen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen.
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