Microsoft-Innovationen: fünf Highlights und zwei Enttäuschungen vom Surface-Event

– Fünf Highlights und zwei Enttäuschungen des Surface-Events

Microsoft hat neue Tablets, Laptops, Desktops und Lautsprecher vorgestellt. Die größten Werbespots und Sideshows.

Veröffentlicht heute um 09:45 Uhr

Desktop, Laptop und Tablet: die neuen Computer von Microsoft.

Alle Fotos: Microsoft

2012 ging Microsoft mit den ersten Surface-Tablets ein großes Risiko ein. Zunächst ging alles schief: Die Geräte waren ein Fehlschlag, und PC-Hersteller, die auf Windows angewiesen waren, ärgerten sich darüber, dass Microsoft ihnen direkt Konkurrenz machte.

Doch zwei Jahre später wendete sich das Blatt: Das Surface Pro 3 war ein Siegeszug (lesen Sie das Interview mit Designer Ralf Groene: „Das war der Wendepunkt“). Das Gerät war überzeugend und andere PC-Hersteller ließen sich davon inspirieren und entschieden sich ebenfalls für mutigere und hochwertigere Geräte.

Zehn Jahre nach dem ersten Surface hat Microsoft am Mittwochabend neue Geräte vorgestellt. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das Jubiläum. Die Höhepunkte:

X wird normal

Mit dem Surface Pro X brachte Microsoft 2019 ein mutiges neues Tablet auf den Markt. Statt eines Intel-Prozessors kam ein effizienterer ARM-Prozessor zum Einsatz, wie man ihn von Smartphones und Apple-Geräten kennt. War es damals ein gewagtes Experiment, wird der ARM-Prozessor in diesem Jahr zur Norm. Beim neuen Surface Pro 9 (ab CHF 1190) haben Sie die Wahl zwischen Intel und ARM. Allerdings ist die ARM-Variante nicht die günstigste: Je nach Konfiguration kostet eine ARM-Oberfläche mindestens 1400 Franken. Diese Modelle haben die Möglichkeit, sich eigenständig über 5G zu verbinden.

Farben für Tabletten

Während Microsoft-Laptops schon immer mit schönen Farben zu gefallen wussten, war die Auswahl an Tablets vernachlässigbar. Wer Farbe wollte, musste sich mit einer Farbtastatur begnügen. Jetzt gibt es die Tablets endlich auch in farbigem Aluminium: blau und grün!

Tragbar etwas besser

Obwohl die Surface-Linie mit Tablets begann, ist der ganz gewöhnliche Laptop ihr beliebtestes Produkt. Die neueste Version (ab 1080 Franken) beinhaltet neue Intel-Prozessoren, bessere Thunderbolt-Anschlüsse (keine USB-C-Probleme mehr) und eine neue Farboption mit Grün. Besonders auffällig ist, dass es diesmal nur Intel-Prozessoren gibt. Beim Vorgänger kann man sich auch für AMD-Prozessoren entscheiden. Ansonsten gilt hier die alte Regel: Warum etwas ändern, wenn es funktioniert?

Mehr Verbindungen fürs Studium

Das verrückteste Surface und der futuristischste Desktop-Computer der letzten Jahre ist das Studio: ein 28-Zoll-Touchscreen mit Armen und Scharnieren für den Desktop. Auch hier gibt es Modellpflege statt Redesign, was zumindest sehr begrüßenswert ist: Neben neuen Prozessoren und Grafikkarten gibt es drei Thunderbolt-Ports. Da die Verbesserungen überschaubar sind, heißt das Modell nicht Studio 3, sondern Studio 2+. Mit einem Startpreis von 4800 Franken ist es immer noch ein Luxusgerät.

Ausrüstungszubehör

Die größte Überraschung auf der Microsoft-Veranstaltung war das Audio-Dock: ein Mikrofon-Lautsprecher, der auch ein USB-Dock ist. Das Gerät ähnelt dem kürzlich vorgestellten Logi Dock. Das Audio-Dock ist natürlich für die Videositzungssoftware Microsoft Teams mit den entsprechenden Tasten und Funktionen optimiert. Neben dem Lautsprecher hat Microsoft auch einen Präsentationsklick eingeführt. Der Presenter+ ist der erste speziell für Teams zertifizierte Clicker.

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Hier sind die Enttäuschungen von Microsofts Event:

Babyschritte statt Geburtstagsfeuerwerk

Zum 10-jährigen Jubiläum von Surface war von Microsoft viel zu erwarten. Doch eine Show wie in den Vorjahren gab es nicht, stattdessen begnügt man sich mit Facelifts und Erweiterungen für Videosessions. Verrückte Designs? Futuristische Geräte? keiner

Wo ist das Surface Neo?

Apropos futuristische Geräte: Microsoft hat 2019 mit dem Surface Neo ein Surface in Laptop-Form angekündigt, das statt einer Tastatur einen zweiten Bildschirm hat. Das Gerät ist bis heute nicht erschienen und wird nicht mehr erwähnt.

Die neuen faltbaren Surfaces wurden 2019 vorgestellt – seitdem ist nur noch das Surface Duo (rechts) auf dem Markt.

Foto: Schlüsselstein

Rafael Zeier ist Redakteur von Digital and Society. Berichte über neue Webdienste, teste neue Geräte und behalte Technologieunternehmen im Auge. Er macht auch YouTube-Videos. Mehr info@rafaelzeier

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