Migros Cumulus-Karte: Keine Kreditkarte, da verheiratet

Die Migrosbank lehnt die Anträge ab

Keine neue Cumulus-Kreditkarte, weil Sie verheiratet sind!

Die Migrosbank lehnt Anträge von Ehepaaren ab, die im Kreditkartenantrag einen bestimmten Punkt markiert haben, schreibt der «Observer».

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Viele Kunden der Mirgos Bank beklagen, dass sie als Ehepaar nicht zwei Kreditkarten für dasselbe Konto bekommen, schreibt der „Observer“.

Martin Müller (“Beobachter”)

«Ihr Antrag wurde abgelehnt», teilt die Migrosbank derzeit vielen Interessenten mit, die eine neue Cumulus-Kreditkarte wollen.

Der Grund: Sie sind verheiratet. Genauer gesagt: Sie sind nicht „alleiniger wirtschaftlich Berechtigter“ des Kontos, von dem die Kreditkartenrechnung bezahlt werden soll. Noch genauer: Sie waren ehrlich genug, diesen Punkt auf dem Migrosbank-Formular anzukreuzen. Die Folge: Ihr Kreditkartenantrag wird automatisch abgelehnt.

Die Migros bleibt standhaft

So erging es Zoë Nuhr*. «Auch als ich erklärte, dass wir als Ehepaar gerne je eine Karte hätten und die Rechnung von unserem gemeinsamen Familienkonto beglichen würde, blieb die Migrosbank standhaft.» Gerade wegen der Cumulus-Punkte ist die Migrosbank Card für Familien besonders attraktiv.

Und andere Banken? Migrosbank-Sprecher Urs Aeberli bestätigt: Ehepaare erhalten nur dann eine Karte, wenn der Antragsteller «ein Konto hat, von dem sie allein berechtigt sind». Dies sorgt für einen “straffen Kartenantragsprozess” (dh: vollautomatisierter Prozess) und ist “der Industriestandard”.

Aktuelle Nummer des “Beobserver”.

Beobachter

Artikel “Beobachter”.

Dieser Artikel ist dem Magazin „Observer“ entnommen. Weitere interessante Artikel finden Sie unter www.bewachter.ch

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Beobachter

Dieser Artikel ist dem Magazin „Observer“ entnommen. Weitere interessante Artikel finden Sie unter www.bewachter.ch

Bei anderen Anbietern kein Problem

Aber das ist nicht wahr. Bei anderen Anbietern können Sie im Antrag auch angeben, dass Sie „gemeinsam mit anderen Personen“ (die Sie benennen müssen) wirtschaftlich berechtigt sind. Die Cembra Money Bank beispielsweise hält in einer internen Weisung ausdrücklich fest, dass sie „den Ehegatten des Antragstellers“ in das Konto einbezieht.

Das ist brisant, weil Cembra die Cumulus-Kreditkarte bereits herausgegeben hat und daran interessiert ist, möglichst viele Kunden zu halten. Aus diesem Grund blieb Zoë Nuhr bei Cembra.

Eine andere Möglichkeit, das Problem zu lösen

Urs Rosi* reagierte anders. Er reichte den Antrag einfach erneut ein und behauptete, er sei „ausschließlich“ wirtschaftlich Berechtigter, obwohl auch seine Frau Zugriff auf das Konto habe. Er erhielt die Karte ohne Probleme, ebenso wie seine Frau.

Das ist auch vollkommen in Ordnung. Gemäß ihrem Verhaltenskodex müssen Banken bei der Beantragung von Konten und Kreditkarten „Recht auf Vergünstigung“ verlangen, um beispielsweise Geldwäsche zu verhindern. Aber in der entsprechenden Stellungnahme des Bankenverbandes findet sich kein Wort, dass Ehepaare nicht zusammen betrachtet werden sollten.

*Der Name hat sich geändert

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