Mobilisierungswelle im Januar? Kiew warnt Russen: Putin schließt Grenzen
31.12.2022 05:07
Im September kündigte Kremlchef Wladimir Putin eine Teilmobilmachung im Land an. Laut Kiew will der Kreml in wenigen Tagen wieder Zehntausende Männer zu den Waffen rufen. Deshalb wendet sich der ukrainische Verteidigungsminister mit einer Videobotschaft direkt an die russische Bevölkerung.
Nach ukrainischen Angaben bereitet Russland eine neue Mobilisierungswelle im Land vor. Auch Moskau plant, seine Grenzen zu schließen. „Ich weiß genau, dass Sie noch etwa eine Woche Zeit haben“, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksiy Reznikov in einer Videoansprache an die russische Bevölkerung. „Anfang Januar werden die russischen Behörden die Grenzen für Menschen schließen, das Kriegsrecht verhängen und eine weitere Mobilisierungswelle starten. Auch in Belarus werden die Grenzen geschlossen.“ Laut Resnikov soll die neue Mobilisierung dieses Mal auch „Bewohner großer russischer Städte“ treffen.
Bereits im November berichtete das russische Oppositionsmedium “Werstka” unter Berufung auf Kreml-Mitarbeiter über eine für Januar geplante zweite Mobilisierungswelle. Demnach geht der Kreml davon aus, dass die Rekrutierungsstellen deutlich besser vorbereitet sein werden als bei der ersten Welle. Dem Bericht zufolge hätten sie auch genaue Listen der zu mobilisierenden Personen.
Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am 21. September eine Teilmobilisierung an. Ziel war es, 300.000 Rekruten zusammenzurufen. Dann versuchten Zehntausende Menschen, das Land zu verlassen. Putin betonte damals, dass nur Personen bis 35 Jahre mit militärischer Erfahrung rekrutiert würden. Es wurde jedoch auch berichtet, dass ältere Männer ohne Kampferfahrung und mit gesundheitlichen Problemen zu den Waffen gerufen wurden. Ende Oktober erklärte Russland das Ende der Mobilisierung.