Nach dem Einzug Marokkos ins Viertelfinale der WM in Katar gerieten die Feierlichkeiten in der belgischen Hauptstadt Brüssel erneut aus dem Ruder. Einige Nachtschwärmer warfen Steine und zündeten am Dienstagabend einen Container an, berichtete die belgische Nachrichtenagentur. Die Polizei setzte unter anderem Tränengas ein und nahm mehrere Personen fest. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Auch in niederländischen Städten kam es zu Festnahmen.
Im Zentrum der niederländischen Hafenstadt Rotterdam hat die Polizei bei entarteten Feierlichkeiten 35 Menschen festgenommen. Feuerwerke wurden gezündet und mehrere Personen sagten, sie seien missbräuchlich und könnten nicht identifiziert werden, teilte die Polizei am Dienstagabend mit. In einigen Fällen räumte die Bereitschaftspolizei Standorte. Unter anderem wurden im Hauptbahnhof und in einer zentralen Straße laute Böller entzündet und in Richtung der Menschen geworfen. Ein Polizist erlitt einen Gehörschaden. Zudem kam es zu Verkehrsbehinderungen.
Nach Angaben der Polizei wurden in Amsterdam zehn Festnahmen vorgenommen, weitere wurden nicht ausgeschlossen. Fußballfeiern waren zu Ausschreitungen mit Sachbeschädigungen, lauten Böllern und Gewalt gegen Retter ausgeartet. Die Polizei kritisierte eine kleine Gruppe von Randalierern, die glücklichen Fußballfans erneut den Spaß verderben. Auch in Den Haag gab es zehn Festnahmen. Auch dort wurden Feuerwerkskörper gezündet und Bereitschaftspolizisten eingesetzt. In den Niederlanden und Belgien leben starke Gemeinschaften marokkanischer Abstammung.
Marokko sicherte sich am Dienstag mit einem 3:0 im Elfmeterschießen gegen Spanien den Einzug ins Viertelfinale der WM. Ende November, nach dem Sieg des Nordafrikaners gegen Belgien, randalierten Marokko-Anhänger in Brüssel.
(APA)/Bild: Imago