Stand: 09.08.2022 14:12
Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem heute, Dienstag, 9. August 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.
Das Wesentliche in Kürze:
- Es wurden weniger PCR-Tests durchgeführt: Die Positivrate bleibt hoch
- Die Gesundheitsminister beraten über einen Gesetzentwurf zum Schutz vor Infektionen
- Denn gegen Maskenpflicht-Ausnahmen für frisch Geimpfte
- Die Inzidenz in Hamburg sinkt die sechste Woche in Folge
- Zahl der aktuellen Fälle im Norden: 3.050 in Schleswig-Holstein, 9.808 in Niedersachsen, 1.897 in Hamburg
- Die nationale Inzidenz liegt bei 381,5 – 78.698 Neuinfektionen
Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfrate und anderen Daten
14:12 Uhr
Die EU bestellte 15 Millionen Dosen Omicron-Impfstoff bei Moderna
Die Europäische Kommission fordert 15 Millionen weitere Dosen Omicron-Impfstoff von Moderna an. Die im Juli und August vertraglich vereinbarten Dosen von Modernas ursprünglichem Covid-19-Impfstoff Spikevax wurden auf später in diesem Jahr verschoben, teilte das US-Biotech mit. Alle verbleibenden kontrahierten Spikevax-Dosen könnten vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) in Omicron-Impfstoffe umgewandelt werden. Moderna entwickelt zwei bivalente Omicron-Booster, jeder mit einem Teil des bestehenden Impfstoffs und einem Teil, der auf die Untervarianten BA.1, BA.4 und BA.5 abzielt.
13:40 Uhr
Es wurden weniger PCR-Tests durchgeführt: Die Positivrate bleibt hoch
Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 und der Anteil positiver Ergebnisse sind in der vergangenen Woche weiter zurückgegangen. Mit knapp über 580.900 durchgeführten PCR-Tests, etwa 16 Prozent weniger als in der Vorwoche, gab die Association of Accredited Laboratories of Medicine (ALM) heute bekannt. Die Positivquote von knapp 46 Prozent sei niedriger als in der Vorwoche (knapp 51 Prozent), zeige aber, dass das Infektionsgeschehen weiterhin dynamisch sei und tendenziell auf hohem Niveau verharre, sagte er. Der Verband betonte: „Noch ist von einer signifikanten statistischen Unterschätzung von Menschen mit Corona auszugehen, da nicht alle symptomatischen Personen per PCR gescreent werden.“
Auch bei der Auslastung der knapp 180 an der Umfrage teilnehmenden Labore ist eine Entspannung zu erkennen: Sie beträgt aktuell nur noch 21 Prozent, wobei die Kapazitäten für die laufende Woche auf 2,47 Millionen PCR-Tests gesunken sind.
12:54 Uhr
Die Behörde prüft die Verstärkung von Biontech mit BA.4 und BA.5
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat mit der laufenden Überprüfung eines weiteren angepassten Impfstoffs gegen Covid-19 von Biontech und Pfizer begonnen. Dabei handelt es sich um den Booster, der neben dem ursprünglichen Wuhan-Stamm auch auf die derzeit dominierenden omicron-Subvarianten BA.4 und BA.5 abzielt. Bei einer fortlaufenden Überprüfung bewertet die EMA Daten, sobald sie verfügbar sind, und setzt den Prozess fort, bis genügend Daten für einen formellen Zulassungsantrag vorliegen. Für den Booster, der auf die omicron BA.1-Variante abzielt, haben Biontech und Pfizer kürzlich die Einreichung des Zulassungsantrags bei der EMA abgeschlossen.
11:34 Uhr
Die Inzidenz in Hamburg sinkt die sechste Woche in Folge
Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg die sechste Woche in Folge weiter gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gab die Gesundheitsbehörde mit 309,2 an. Am vergangenen Dienstag lag der Wert bei 380,37, in der Vorwoche bei 524,5. In einer Woche kamen den Angaben zufolge 5.888 Neuinfektionen hinzu. In der Vorwoche waren es noch 7.244. Aufgrund unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen ist die Inzidenz von Hamburg höher als die des Robert-Koch-Instituts (RKI). Es gab 36 neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Infektion. Innerhalb einer Woche sank die Zahl der infizierten Patienten in Krankenhäusern der Hansestadt nach Behördenangaben von 372 auf 333. Davon wurden 35 auf Intensivstationen behandelt, einer weniger als vor einer Woche. Laut RKI sank die Inzidenz von Krankenhauseinweisungen innerhalb einer Woche von 3,29 auf 3,08. Ab dem 1. Mai 2022 veröffentlichen die Sozialämter in Hamburg die Kronenzahlen nur noch wöchentlich.
10:30 Uhr
Weitsprung-Weltmeister Mihambo bangt um EM-Teilnahme
Titelfavoritin Malaika Mihambo muss nach einer Corona-Infektion um ihren Start bei der Leichtathletik-EM in München bangen. Die 28-jährige Weitsprung-Weltmeisterin habe sich nach der WM in Eugene mit dem Virus angesteckt, teilte ihr Management heute mit. “Es war ein reibungsloser Verlauf, aber ich fühlte mich müde und schlapp und habe zehn Tage nicht trainiert”, sagte der Heidelberger. “Leider haben die Quarantäne und die Symptome eine optimale Vorbereitung auf den Wettkampf unmöglich gemacht.” Ob er bei der Europameisterschaft antreten kann, werde nächste Woche entschieden, hieß es in der Mitteilung. Die Weitsprungwertung der Damen steht am kommenden Dienstag im EM-Kalender.
9:40 Uhr
Denn gegen Maskenpflicht-Ausnahmen für frisch Geimpfte
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil sieht noch Diskussionsbedarf über das neue Infektionsschutzgesetz. Das gelte vor allem für die Frage, ob Menschen, die gerade gegen Corona geimpft worden seien, von der Maskenpflicht ausgenommen werden könnten, sagte der SPD-Politiker dem Bremer „Weser-Kurier“. “Ich glaube nicht, dass es der richtige Schritt ist.” Auch frisch geimpfte Personen könnten sich infizieren und andere anstecken.
Seine Landesregierung prüfe derzeit den Gesetzentwurf, sagte Weil. Es wird bereits überlegt, wie genau die neuen Regelungen auf Niedersachsen übertragen werden können. „Der Grundsatz lautet: so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, sagte Weil. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Bundesländer die Maskenpflicht ab Oktober wieder einführen können. Bundesweit soll weiterhin eine Maskenpflicht im Fernverkehr sowie eine neue Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegezentren gelten. Die Länder sollten selbst entscheiden, ob sie auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Restaurants eine Maskenpflicht vorschreiben.
09:00 Uhr
Neue Corona-Regeln: Bayern fordert Feinschliff
Aus bayerischer Sicht muss die geplante Novelle des Infektionsschutzgesetzes dringend verschärft werden. „Der bisherige Gesetzentwurf weist deutliche Lücken auf“, sagte Landesgesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der dpa. Daher muss die Bundesregierung unter anderem die Kriterien verfeinern, nach denen die Bundesländer wirksamere Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen beschließen und umsetzen könnten.
Konkreten Klärungsbedarf sieht der bayerische Gesundheitsminister etwa beim Abwassermonitoring und dem sogenannten RKI-Monitoring, „wo leider nicht ganz klar ist, welche Werte und Daten wir als Alarmsignal verwenden können “. Man müsse auch geplante Ausnahmen von der Maskenpflicht für frisch Geimpfte und Genesene besprechen, sagte Holetschek. Sie sind technisch nicht zu rechtfertigen, da auch frisch Geimpfte und Genesene Infektionen übertragen könnten. Über die Steuerung der Maskenpflicht herrscht laut Holetschek noch Unklarheit.
8:19 Uhr
Behrens: Behalten Sie die Hospitalisierungsrate im Auge
Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will bei den heutigen Beratungen zum Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes darüber sprechen, anhand welcher Indikatoren die Corona-Lage künftig beurteilt werden soll. Im Gespräch mit NDR Info sagte Behrens, seit die Tests stark reduziert seien, sei es zunehmend notwendig, die Zahl der Menschen zu überwachen, die wegen einer Infektion ins Krankenhaus kommen oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen. „Das ist ein sehr wichtiger Indikator, um die Infektions- und Risikolage der Bevölkerung zu ermitteln.“ Die vom Bund ins Spiel gebrachte Abwasserkontrolle sei dagegen nicht in jeder Hinsicht machbar, so Behrens. Bundes- und Landesgesundheitsminister treffen sich am Nachmittag zu ihrer virtuellen Sondersitzung.
Mehr Informationen
Der niedersächsische Gesundheitsminister will auf der heutigen Gesundheitsministerkonferenz kritische Fragen zum Thema stellen. Monat
7:30 Uhr
Booster unter 60? Kritik an Lauterbachs Forderung
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist mit seiner Forderung nach klaren Empfehlungen für die vierte Corona-Impfung für alle Altersgruppen in die Kritik geraten. „Ich finde, der Vorstoß von Herrn Lauterbach ist hier fehl am Platz“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Andreas Ullmann, der „Welt“. Die Politik sollte sich nicht in die Wissenschaft und Arbeit der Ständigen Impfkommission (Stiko) einmischen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge (CDU), sagte der Zeitung, Lauterbach habe Stiko „über die Medien bewusst unter öffentlichen politischen Druck gesetzt“. “Das hat mit Wissenschaft nicht mehr viel zu tun.” Ähnlich äußerte sich die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Kathrin Vogler.
Lauterbach hat kürzlich einen vierten Corona-Impfstoff für Menschen unter 60 angekündigt. Bislang empfiehlt Stiko eine vierte Corona-Impfung nur für Menschen über 70 und Risikogruppen, die EU für alle über 60.
06:38 Uhr
RKI: 1.897 neue Corona-Fälle in Hamburg
Das Robert-Koch-Institut verzeichnete in Hamburg 1.897 Coronavirus-Neuinfektionen, vor einer Woche waren es noch 1.347. Die Inzidenz liegt nun bei 271,0 (Vorwoche: 329,7). 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden gemeldet. Ebenfalls für heute erwartet werden die Wochenzahlen der Krone vom Sozialamt in Hamburg.
Hinweis zu aktuellen Zahlen: Inzidenzwerte liefern keine…