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Erstellt: 20.08.2022 Aktualisiert: 20.08.2022 18:09
Von: Tobias Utz, Karolin Schäfer, Nadja Austel, Sophia Lother, Christian Stör, Andreas Apetz
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Eine weitere Explosion ereignet sich auf der Krim. Die USA beliefern die Ukraine wiederholt mit mehreren Raketenwerfern: der Newsticker für Samstag, 20. August.
- Explosion am Morgen: Neue Detonation auf der Halbinsel Krim
- Neue Waffen: Die USA liefern mehrere “HIMARS”-Raketenwerfer an die Ukraine
- Anmerkung der Redaktion: Alle Neuigkeiten zum Ukraine-Konflikt lesen Sie in diesem Newsticker. Einige der Informationen stammen von Kriegsparteien im Ukrainekrieg und können nicht direkt und unabhängig verifiziert werden.
+++ 18.00 Uhr: Russland hat nach Angaben aus Kiew bei neuen Raketen- und Artillerieangriffen in der Ukraine auch auf Zivilisten und nicht auf militärische Infrastruktur geschossen. Dabei seien in der Region Donezk innerhalb von 24 Stunden sieben Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden, teilte der Generalstab am Samstag mit. Die humanitäre Lage ist katastrophal. „Das Areal hat kein Gas, teilweise weder Wasser noch Strom. Die Evakuierung der Bevölkerung wird fortgesetzt“, sagte er.
Russische Raketen, die aus der russischen Region Belgorod auf die Ukraine abgefeuert werden, sind im Morgengrauen in Charkiw zu sehen. © Vadim Belikov/dpa
In der Stadt Oleksandrivka wurden am Samstag neun Menschen durch den russischen Beschuss eines fünfstöckigen Hauses verletzt, darunter auch Kinder, sagte Vitaly Kim, Gouverneur der Region Mykolajiw in der Südukraine. Die Gegend um Mykolajiw soll unter schwerem Raketenbeschuss gestanden haben. Schwierig bleibt die Lage auch in der Region Cherson, die fast vollständig von russischen Truppen kontrolliert wird.
Russland habe in einem Lagebericht die Fortsetzung der Angriffe auf die Ukraine bestätigt, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Infolgedessen seien in Charkiw mehr als 100 Kämpfer “zerstört” worden, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow in Moskau. Darunter bis zu 20 US-Bürger, die offenbar der von Kiew gegründeten internationalen Legion angehörten. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.
Ukraine War News: Drohnenangriff auf der Krim: Russlands Sicherheitsgefühl verändert
+++ 15.45 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf ein Gebäude des Hauptquartiers der russischen Schwarzmeerflotte auf der Halbinsel Krim ist die Schadenshöhe noch unbekannt. Bei dem Angriff sei zumindest niemand getötet worden, sagte Mykhailo Razvozhaev, ein russischer Abgeordneter aus der Hafenstadt Sewastopol.
Der Krieg in der Ukraine in Bildern: Zerstörung, Widerstand und Hoffnung
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“Wie viele andere Einwohner habe ich die Explosionen in der Innenstadt gehört”, zitierte die “New York Times” Razvozhaev am Freitagabend (19. August). Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben. Wer für den Drohnenangriff auf der Krim verantwortlich ist, ist noch unklar. Kiew hat sich bisher noch nicht öffentlich dazu geäußert.
Mit dem Strategiewechsel der ukrainischen Armee, hinter den russischen Linien zu kämpfen, wurde die Distanz zum Krieg minimiert. Laut Times ist auch das Sicherheitsgefühl der Krim gestört. Christopher Miller, Professor für internationale Geschichte an der Tufts University, sagte der Zeitung, dass es beim Strategiewechsel der Ukraine nicht nur darum gehe, Russlands Logistik und Versorgungsleitungen zu zerstören. Befürworter versuchten auch, den Krieg in der Ukraine wieder auf die innenpolitische Agenda Russlands zu setzen.
Ukrainekrieg: zahlreiche Städte und Siedlungen von Russland bombardiert
+++ 14:00 Uhr: Die Region Donezk scheint an einem Tag 17 Mal bombardiert worden zu sein. Dies erklärte die Polizei des genannten Gebiets, wie das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtete. Demnach wurden insgesamt 11 Städte und Gemeinden mit “Uragan”-Granaten von den russischen Streitkräften bombardiert. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 13.15 Uhr: Russische Truppen haben am Samstag vermutlich die Stadt Wosnesensk (Region Mykolajiw) beschossen. Eine Rakete traf einen Wohnblock. Das Nachrichtenportal Nexta veröffentlichte am Mittag Fotos vom Ausmaß der Zerstörung. Dem Bericht zufolge wurden sieben Menschen verletzt, darunter drei Kinder. Die Informationen sind nicht unmittelbar unabhängig überprüfbar.
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Über die Explosionen auf der Krim sind neue Details bekannt geworden
+++ 12.30 Uhr: Derzeit ist unklar, wer hinter dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte am Samstagmorgen steckt. Russland beschuldigt die Ukraine, verantwortlich zu sein (siehe Update von 11.45 Uhr). Bisher hat nur der von Russland ernannte Chef der Sewastopoler Verwaltung Details zu dem Angriff genannt. Unter anderem teilte er Fotos auf Telegram (siehe Update von 9:45 Uhr).
Nun kommen aber neue Details hinzu: Analyst Oliver Alexander, der auch für das Nachrichtenmagazin Spiegel und die Denkfabrik Foreign Policy arbeitet, berichtet auf Twitter über die Details der angeblich eingesetzten Drohne. Es soll sich um eine kommerzielle Drohne gehandelt haben und nicht um eine militärische. Er teilte einen Screenshot des Händlers „Alibaba“, der ein Angebot des Models zeigt. „Wenn diese Drohnen in der Lage zu sein scheinen, regelmäßig der russischen Luftverteidigung auszuweichen, besteht keine Notwendigkeit, dem ukrainischen Militär ATACMS zu geben. Geben Sie ihnen einfach ein gedecktes PayPal-Konto“, kommentierte Alexander. “ATACMS” sind Kurzstreckenraketen, die hauptsächlich in den USA produziert werden. Laut Alexander wurde das Drohnenmodell vermutlich bereits im Juni bei einem Angriff auf eine Raffinerie im russischen Belgorod an der Grenze zu Charkiw im ukrainischen Donbass eingesetzt. Unklar ist jedoch, wer hinter dem Angriff auf der Halbinsel Krim am frühen Samstagmorgen steckt.
+++ 11.45 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim hat der Chef der Regionalverwaltung in Sewastopol, Michail Raswoschajew, der Ukraine die Schuld gegeben. Die Ukraine bestritt die Beteiligung und nannte die Anschuldigungen eine „Provokation“.
+++ 10.45 Uhr: Die ukrainische Armee hat über Dnipropetrowsk vier Raketen der russischen Armee abgeschossen. Das teilte Valentyn Reznichenko, Leiter der regionalen Militärverwaltung, einem Bericht des Nachrichtenportals Korrespondent mit. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Weitere Explosionen auf der Krim
+++ 10.15 Uhr: Auf der Krim hat es am Samstagmorgen offenbar drei Explosionen gegeben. Auch in der etwa 30 Kilometer von Sewastopol entfernten Stadt Bachtschissarai soll es zu Detonationen gekommen sein. Laut lokalen Berichten war Rauch über dem Flugplatz Bakhchisaray zu sehen.
+++ 9.45 Uhr: Mikhail Raswoschajew, Leiter der Regionalverwaltung Sewastopol, bestätigte in der Nacht zum Samstag die Explosion auf der Krim. Trümmer einer Drohne sollen das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte getroffen haben. Ob es abgeschossen oder abgestürzt ist, ist noch unklar. “Es fiel auf das Dach und fing Feuer”, sagte Rasvozhayev. Der Leiter der Regionalverwaltung der Halbinsel teilte auf Telegram ein Bild des zerstörten Daches des Hauptquartiers.
+++ 09.00 Uhr: An der militärischen Lage in der Ost- und Südukraine hat sich nach Angaben des britischen Geheimdienstes seit Wochen nichts geändert. Sowohl im Donbass als auch in der Region um Cherson sind russische Truppen in neues Terrain vorgedrungen, allerdings handelt es sich um unerschlossene Gebiete. Für die kommende Woche erwartet der Secret Service laut einem Bericht aus London keine größeren Änderungen der Lage.
+++ 08.30 Uhr: Nach einer Einschätzung der amerikanischen Denkfabrik „Institute for the Study of War“ wächst die Panik vor einem Kontrollverlust Russlands auf der Krim. Das belege die Tatsache, dass die Sicherheitsvorkehrungen auf der rechtswidrig annektierten Halbinsel deutlich erhöht worden seien, heißt es im Lagebericht vom Samstagmorgen. Dies kann nicht unabhängig überprüft werden.
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Neue Explosion auf der Krim
+++ 08.00 Uhr: Nicht nur in Melitopol (siehe Update 07.15 Uhr), sondern auch auf der Krim soll es über Nacht zu neuen Explosionen gekommen sein. Nach übereinstimmenden lokalen Berichten wurde das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte bei einem Drohnenangriff getroffen. Videos in sozialen Medien zeigen, wie eine schwarze Rauchwolke auf der Krim zu sehen ist. Ob es sich tatsächlich um den oben genannten Hauptsitz handelt, ist noch nicht bestätigt. Ein Berater des Innenministeriums der Ukraine teilte eines der Videos und zitierte Aussagen der lokalen Bevölkerung.
+++ 7.15 Uhr: In der von russischen Truppen besetzten Stadt Melitopol (Oblast Saporischschja, Südukraine) soll es in der Nacht zum Samstag zu Explosionen gekommen sein. Dies teilte Bürgermeister Ivan Fyodorov laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent mit. Demnach sollen sich die Detonationen auf einem russischen Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens Melitopol ereignet haben. Angaben zu möglichen Toten oder Verletzten liegen nicht vor. Die oben genannten Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: USA liefern neue „HIMARS“-Raketenwerfer
+++ 6.45 Uhr: Die US-Regierung hat weitere Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von rund 775 Millionen US-Dollar (rund 772 Millionen Euro) angekündigt. Das geplante Hilfspaket wird 15 ScanEagle-Aufklärungsdrohnen, 40 minengeschützte Fahrzeuge und 16 selbstfahrende Haubitzen umfassen. Auch Munition für…