Neun Preisträger bei GerambRose

Programmhinweis: „Der Tag in der Steiermark“; 28.10.2022

Auf einer kleinen Anhöhe inmitten des weststeirischen Hügellandes, umgeben von Wäldern, Wiesen und sanften Weinbergen, steht ein preisgekröntes GerambRose-Haus in der Kategorie Privatzimmer. Es ist ein alter Bauernhof aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, der behutsam renoviert und in einen Wohnraum mit besonderer Ästhetik verwandelt wurde.

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Wieder zusammengebaut

Alte Materialien wurden wiederverwendet und mit neuen Elementen kombiniert. Ziel war es, so der Architekt des preisgekrönten Privathauses Hans Gangoly, den Charakter des weststeirischen Bauernhofes samt Haupthaus und vier kleineren Nebengebäuden so weit wie möglich zu erhalten. „Wir haben das ganze alte Holz entfernt. Nur ein kleiner Teil des Hauses bleibt. Dann haben wir es mit lokalen Handwerkern renoviert und wieder zusammengebaut“, sagt Gangoly.

Zusammenarbeit wird belohnt

Entscheidend für die Auszeichnung ist das Miteinander aller Beteiligten, erklärt die Geschäftsführerin des Vereins BauKultur Steiermark, Barbara Meisterhofer: „Die GerambRose ist eine der etabliertesten Auszeichnungen in der Steiermark.“

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Durch die Steiermark

Insgesamt neun prämierte Arbeiten aus der Steiermark erfüllten die Anforderungen der Jury. Prämiert wurden private, gemeinschaftliche und öffentliche Räume – wie etwa der Reininghauspark in Graz mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern – das einzige prämierte Projekt in der Kategorie öffentlicher Raum. „Ich freue mich sehr, dass nach langer Zeit wieder ein öffentlicher Platz vergeben wurde. Der Park ist so angelegt, dass er sich ständig verändert und irgendwann als Wald nutzbar sein soll“, sagt Meisterhofer.

Diesmal wurden auch zwei Schulgebäude als Gemeinschaftsräume anerkannt: die Volksschule in Kaindorf an der Sulm und die Volksschule in Neuhart in Graz. Hier wurde ein Schulgebäude aus den 1940er Jahren für acht neue Klassen erweitert. Das Ergebnis sind offene Lernräume, viel Licht und ein mit Waldbäumen bepflanzter Lesehof als neues Herz der Schule, so der Grazer Architekt Thomas Heil.

Gewinner des digitalen Atlas

Die Steirische GerambRose, damals noch als Geramber Denkmal für gute Baukunst bekannt, wurde erstmals 1959 in Erinnerung an den steirischen Volkskundler und Universitätsprofessor Viktor Geramb verliehen. „Als Dank für die gemeinsame Leistung werden vorbildliche Projekte ausgezeichnet“, so Meisterhofer

Die bisherigen Siegerprojekte sind übrigens im sogenannten digitalen Atlas auf der Homepage des Vereins Baukultur Steiermark zu bestaunen.

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