Notfallplan im Kriegsfall: Bereitet Putin die Flucht nach Venezuela vor?

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Wladimir Putin und sein Umfeld haben offenbar Zweifel, ob sie den Krieg in der Ukraine unbeschadet überstehen werden.

Anastasia Mamonova Nachrichtenredakteurin

Ein Blitzkrieg war geplant, und das Ergebnis war eine fast zehnmonatige blutige Schlacht in der Ukraine, die nicht nur Hunderttausende Zivilisten zur Flucht zwang, sondern auch Tausenden Soldaten beider Seiten das Leben kostete.

Und anders als Ende Februar ist der Kreml nicht mehr so ​​siegessicher. Die Folgen des Anschlags in der Ukraine könnten für Präsident Wladimir Putin (70) immer fataler werden. Denn geht der Krieg verloren, droht auch Machtverlust. Und Putin würde wahrscheinlich seine gesamte politische Entourage mit in den Abgrund reißen.

Projekt „Arche Noah“.

Deshalb bereiten die Spitzenkandidaten derzeit einen Fluchtplan vor. Putins Entourage würde erwägen, nach Venezuela und Argentinien zu ziehen, falls Russland den Ukrainekrieg und damit die Macht verliert. Das schreibt der Politologe und ehemalige Putin-Sprecher Abbas Galliamov (50) in Telegram. Er beruft sich auf eine Insiderquelle, die äußerst zuverlässig ist, wie er betont.

Das Gefolge des Chefs schließt nicht aus, den Krieg zu verlieren, die Macht zu verlieren und dringend irgendwohin evakuiert zu werden. Abbas Gallyamov, politischer Analyst und ehemaliger Redenschreiber für Putin

So läuft das Projekt, das den inoffiziellen Namen „Arche Noah“ trägt, seit mehreren Monaten. „Wie der Name schon sagt, geht es darum, neue Länder zu finden, in die man gehen kann, wenn es zu Hause ungemütlich wird. Die Entourage des Chefs schließt nicht aus, den Krieg zu verlieren, die Macht zu verlieren und irgendwo dringend evakuiert werden zu müssen“, schreibt Gallyamov.

Venezuela statt China

Ursprünglich galt China als Hauptstandort. Allerdings scheinen die Beziehungen zu den Chinesen mittlerweile von Unsicherheiten geprägt zu sein. Ob sie noch verlässliche Partner wären, wenn Russland den Krieg verliert, ist unklar.

Argentinien und Venezuela gelten derzeit als deutlich aussichtsreichere Destinationen. Igor Sechin (62) würde Venezuela betreuen. Der frühere stellvertretende Ministerpräsident ist ein Vertrauter Putins und Chef des Ölkonzerns Rosneft. Da Sechin gute persönliche Beziehungen zum venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro (60) hat, ist er für das Evakuierungsprojekt verantwortlich.

Sechins rechte Hand, Yuri Kurilin (50), wird eine konkrete Aufgabe übernehmen. Kurilin trat im Sommer offiziell von Rosneft zurück und widmet sich seitdem ganz der Arche Noah. Kurilin hat laut Gallyamov an der California State University studiert, besitzt die US-Staatsbürgerschaft und unterhält gute Beziehungen zu verschiedenen hochrangigen Strukturen.

einen Aufenthaltstitel beantragen

Aber nicht nur Putin und sein Umfeld werden sich auf eine mögliche Flucht vorbereiten. Auch andere Beamte arbeiten derzeit an einem Notfallplan, berichtet das unabhängige Telegram-Portal „Podem explicar“ unter Berufung auf mehrere der Präsidialverwaltung nahestehende Quellen.

In der Vergangenheit hatten die Journalisten des Portals regelmäßig über mobilisierungsbezogene Missstände berichtet.

Nun sollen also Putins Anhänger aktiv Immobilien auf der venezolanischen Insel Margarita kaufen, schreibt “Wir können das erklären”. Dort sollen sie offenbar vor Auslieferung sicher sein. Zudem beantragen derzeit etwas weniger Menschen eine Aufenthaltserlaubnis in Paraguay und Ecuador.

Wenn also der Kreml öffentlich betont, dass alles nach Plan laufe, stellt sich die Frage nach welchem. Denn anscheinend haben Putin und seine Umgebung mehr als einen.

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