Das Parallelspiel zwischen Hapoel Be’er Sheva und Lech Poznan begann um 21 Uhr. Über dem Spiel vor 11.000 Zuschauern hing der Schatten des schweren Autounfalls von Muharem Huskovic. Auf dem Mannschaftsfoto vor dem Anpfiff wurde das Neuner-Trio des U21-Stürmers vorgestellt, Villarreal schickte Glückwünsche und sogar das österreichische Maskottchen trug den Body des 19-Jährigen, der laut Sportdirektor Manuel Ortlechner spricht wieder. In der neunten Minute erhob sich die Menge und bescherte Huskovic aufmunternde Ovationen.
Auf dem Feld selbst hielten sich die Highlights in Grenzen. Österreich musste neben Huskovic auch auf die erkrankten Lukas Mühl und Marvin Martins verzichten, Trainer Manfred Schmid setzte auf eine Fünferkette, um ein Debakel gegen die Spanier wie beim 0:5 der Vorwoche zu vermeiden. Diese Maßnahme hat Früchte getragen, weil Villarreal praktisch nicht in die Abwehr der Lilas übergehen konnte. Nur zweimal sorgten die Gäste vor der Pause für Gefahr.
Arnaut Danjuma schoss in der 36. Minute über die Latte und drei Minuten später kam der Kopfball des Stürmers nur wenige Zentimeter von Johan Mojicas Flanke vorbei. Villarreals Samuel Chukwueze, der letzte Woche nicht zu stoppen war, wurde diesmal von Manuel Polster aus dem Spiel genommen.
Die defensive Stabilität der Österreicher ging zu Lasten des Angriffsspiels – Villarreals Defensive hatte wenig Probleme. Erst in der 23. Minute zeigten die Veilchen gegen die sechzehn Konkurrenten einen vielversprechenden Auftritt, doch Georg Teigl schob sich in eine gute Position.
An der Spielcharakteristik änderte sich nach dem Seitenwechsel nichts Grundsätzliches. Villarreal hatte viel Ballbesitz, aber wenige Chancen. Die Österreicher bemühten sich und schlossen Räume ab, taten aber nach vorne selten etwas Produktives, mit Ausnahme eines Versuchs von Can Keles, der von Villarreal-Torhüter Pepe Reina gebändigt wurde (77.).
Der Spanier erwischte schließlich den Glücksgriff. Nach einem Patzer von Polster hatte Jose Morales etwas Glück am Ball und setzte dem eingewechselten Jackson die Ferse ab. Der österreichische Schlussmann Christian Früchtl vollendete zwar noch, doch der entscheidende Treffer war nicht mehr zu vermeiden (87. Minute). . ). Nach dem vierten Sieg im vierten Gruppenspiel steht Villarreal fest unter den ersten beiden und rückt damit vor.