Pressemitteilung: Gewinnrückgang im dritten Quartal

Geschäft

Die Österreichische Post AG hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich weniger verdient. Das operative Ergebnis (EBIT) ging im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 125,3 Millionen Euro zurück.

11.11.2022 24.09.2022

Online seit heute, 9.24 Uhr

Beim EBITDA lag der niedrigste Wert bei 3,1 Prozent und betrug 258 Millionen Euro. Der Umsatz bei Briefen und Werbesendungen ging um 0,7 Prozent zurück, bei Paketen und Logistik um 4,5 Prozent. Das Büro- und Bankgeschäft legte dagegen mit einem Plus von 62,2 Prozent stark zu.

Umsatzziel auf Vorjahresniveau

Zum Ausblick erklärte das börsennotierte und halbstaatliche Unternehmen: Der Umsatz werde in diesem Jahr auf Vorjahresniveau von 2,5 Milliarden Euro angepeilt, das EBIT soll mindestens die Hälfte der zuvor kommunizierten Bandbreite von 161 bis 205 Euro betragen. Millionen „Ziel für 2023 ist ein Umsatzwachstum bei steigenden Kosten und damit ein möglichst stabiles Ergebnis“, sagt Post-Chef Georg Pölzl mit Blick auf das dritte Quartal.

„Alle Geschäftsbereiche verzeichneten im dritten Quartal eine positive Umsatzentwicklung. Im Briefbereich trugen Sondersendungen und der Erwerb des Privatkundengeschäfts der ING im Filial- und Bankenbereich sehr positiv zur Ertragsentwicklung bei. Das Paketgeschäft entwickelte sich im dritten Quartal in allen Regionen positiv. Insbesondere der österreichische Markt zeigt im dritten Quartal eine deutlich verbesserte Umsatzentwicklung von 8,6 Prozent“, rechnete der Generalpostmeister am Freitag vor.

Stellen Sie auf der Suche nach Personal

Am Mittwoch kündigte der Generaldirektor an, „die Postdienste für österreichische Kunden so weit wie möglich selbst zu erledigen“, doch dafür fehle es an Personal. „Wir würden sofort 2.000 Leute einstellen“, sagte Pölzl der APA. Aktuell beschäftigt die Post über 19 000 Mitarbeitende im Inlandgeschäft, hinzu kommen rund 5 000 Stellen bei Vorlieferanten.

Die Arbeit mit Leiharbeitern in Logistikzentren etwa sei „nicht erwünscht“, sagt Pölzl. „Unser Anteil an Frachtführern, zum Beispiel in der Fracht, ist zu hoch. Wir haben ein Programm verabschiedet, in dem wir Ressourcen für diese Aktivität bereitstellen und stark in sie investieren. Aber wo bekommt man die Treiber her?“ Sie brauchen Menschen auf allen Ebenen. Das sind angelernte Berufe in Logistikzentren, aber auch Techniker, Zusteller und Informatiker.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *