Das Schweizer Unternehmen Proton dürfte den meisten unserer Blog-Leser vor allem durch den E-Mail-Dienst Proton Mail bekannt sein. Letztere ist in der Basisversion kostenlos nutzbar und bietet eine vollständig verschlüsselte Mail-Lösung inklusive der entsprechenden Applikation für iPhone und iPad (Link zum App Store).
Nun zieht Proton nach und hat mit Proton Calendar: Secure Agenda (App Store Link) eine neue iPhone App im deutschen App Store platziert. Die App kann kostenlos auf iPhones mit iOS 14.1 oder höher heruntergeladen werden und benötigt etwa 104 MB freien Speicherplatz auf dem Gerät. Für die App gibt es noch keine deutsche Lokalisierung, man muss sich vorerst mit einem englischen Layout begnügen.
Mit dem Proton-Kalender will das Unternehmen den Nutzern auch den mobilen Zugriff auf den mit einem Benutzerkonto verknüpften Kalender ermöglichen. Nach Proton Mail, Proton VPN und Proton Drive ist Proton Calendar nun das vierte Softwareprodukt des Entwicklerteams und verfügt über die gleiche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie die anderen Dienste. Ähnlich wie bei den iCloud-Diensten von Apple reicht ein einziger Account, der kostenlos auf der Website von Proton erstellt werden kann, um die Dienste von Proton zu nutzen.
Keine Werbung, keine Tracker, keine Weitergabe von Daten an Dritte
Die neue Proton Calendar App ist übersichtlich und ansprechend gestaltet und ermöglicht neben der Anzeige des Kalenders in einer Kalender- oder Tagesansicht auch das Versenden von Push-Benachrichtigungen für anstehende Events. Auch Mehrfacherinnerungen an einen Termin sind möglich, sowie wiederkehrende Termine auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher, jährlicher oder benutzerdefinierter Basis. Die Kalender-App kann auch im Hell- oder Dunkelmodus verwendet werden und synchronisiert sich über alle Geräte hinweg.
Proton behauptet, der Kalender sei „standardmäßig privat“ ohne Werbung, Tracker oder Datenaustausch mit Dritten. Außerdem hat Proton keine Kenntnis vom Kalender und kann daher die Daten nicht missbrauchen. Es wird die gleiche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie bei Proton Mail verwendet; Terminnamen, Beschreibungen und Teilnehmer werden ebenfalls mit Zero-Access-Verschlüsselung gespeichert. Dank des Firmensitzes in der Schweiz sind alle Daten durch die strengen Schweizer Datenschutzgesetze geschützt. Weitere Informationen zum Protonenkalender finden Sie auch auf der Produktseite des Entwicklungsteams.