Nach zweijähriger Pause darf wieder gelacht werden: Die Laientheatergruppe Raabs präsentierte vergangene Woche ihr neues Stück „Großvaters zweiter Frühling“ im Schüttkasten am Lindenhof.
Unter der Regie von Helene Schimani boten die Schauspieler dem Publikum in drei Akten rund zwei Stunden Theatervergnügen. Im Mittelpunkt der Handlung steht der fröhliche Großvater Alois, sehr glaubwürdig gespielt von Günther Gamsriegler, der eine neue Liebesaffäre mit dem Jüngsten der Stadt haben soll.
Roland Ableidinger als großer geiziger Bauer Konrad Knauserer könnte einem fast leid tun, als ihm drohte, von einer alten Jugendsünde eingeholt zu werden. Er musste so tun, als wäre er krank, um der befürchteten Schande zu entgehen. Keine leichte Aufgabe, die Ableidinger meisterte. Renate Mayer glänzte als seine Bühnenfrau Irmgard Knauserer als Bäuerin, die sich manchmal über die Kleinlichkeit ihres Mannes ärgerte. Auch Helene Schimani selbst hatte als ihre klatschsüchtige Nachbarin Frieda ihren Spaß auf der Bühne. Sandra Kalaschek hatte als Herrin Elfriede Dumpfmüller eine herausfordernde Rolle, die ihr viel Applaus einbrachte: Sie musste ständig einen Sprachfehler imitieren und so „dumm“ agieren wie Roland Hauer als Engelbert Knauserer.
Albert Sainitzer konnte als Postbote überzeugen, bei dem mit Schnaps Auskünfte eingeholt wurden, und Verena Strohmer brachte mit ihrer theatralischen Berta Knauserer-Manier Schwung auf die Bühne. Bleiben Michaela Dworan als etwas snobistische Knödelmacherin und Patrick Dejcmar als ihr Sohn, hier in ungewöhnlicher Geschäftskleidung.
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