Reservierungscode für alle offen: Swiss entschuldigt sich beim Passagier

Schweizer Reservationscode für alle

“Hat ein Praktikant getwittert?”

Kürzlich machte ein Schweizer Mitarbeiter den Reservationscode von Blick-Leserin Christina Überschlag (48) auf Twitter öffentlich. was kann passieren Wie haben die Schweizer reagiert? Blick hat die Antworten.

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Einem Schweizer Mitarbeiter ist kürzlich ein Fehler unterlaufen, der glücklicherweise keine Folgen hatte.

Jean-Claude Raemy Herausgeber Wirtschaft

Blick-Leserin Christina Ueberschlag (48) hat sich vor wenigen Tagen mit der Schweiz in Verbindung gesetzt. Er fragte auf Twitter, ob bei einem bevorstehenden Flug von Zürich über München nach Bari Flugzeuge von Air Baltic eingesetzt würden. Sie führt Flüge im Auftrag von Swiss durch. Eine Antwort eines Schweizer Mitarbeiters erhielt er nicht per Privatnachricht, sondern öffentlich via Twitter. Und in dem Tweet war sein Reservierungscode!

Nachname und Reservierungscode genügen, um auf eine bestehende Reservierung zugreifen zu können. Sie kann dann geändert oder storniert werden. Ueberschlag spricht von einem schweren Datenschutzverstoß.

Auf Blick-Anfrage erklärt Swiss-Sprecher Michael Pelzer, dass mit Vor- und Nachname sowie Reservierungscode nur wenige Daten vorliegen: die gespeicherten Kontaktdaten zum Versand der Bordkarte nach dem Online-Check-in und beliebig viele Vielreisende Persönliche Daten wie Wohnadresse, Geburtsdatum oder Zahlungsdaten sind dagegen nicht sichtbar. „Der Zugriff auf ein beliebiges swiss.com- oder Miles & More-Profil ist zu keinem Zeitpunkt möglich“, sagt Pelzer.

Schweizer Reaktion schwankend

Kleiner Trost für die Wicklung. »Die Nachricht kam um ein Uhr morgens; Ich habe sie erst viele Stunden später gesehen“, erklärt der vielreisende Marktforscher. Als sie die Schweiz über diese unzulässige Veröffentlichung der Reservierungsdaten informierte, erhielt sie zunächst den Hinweis, dass sie den Eintrag selbst löschen könne, sowie eine knappe Entschuldigung. 48 Stunden lang passierte nichts mehr.

Theoretisch hätte jemand mit dem Reservierungscode und seinem Namen, die beide auf Twitter sichtbar sind, seine Reservierung hacken und auf seine Kosten einen Flug nach Buenos Aires oder anderswo buchen und an seine eigene E-Mail-Adresse senden können. Zum Glück ist das nicht passiert.

Inzwischen wurde aber Überschlag kontaktiert. Die Swiss erklärt, dass die Buchungsreferenz und die dazugehörige Ticketnummer zwischenzeitlich gelöscht wurden. Nach Sichtung des Antrags bestätigt Christina Ueberschlag, dass sie einen neuen Datensatz erhalten hat. Daher ist ein Zugriff auf die ursprüngliche Reservierung nicht mehr möglich.

Wie konnte das passieren?

Tatsächlich ist klar, dass Buchungscodes, Ticketnummern, persönliche Daten und QR-Codes niemals auf öffentlichen Plattformen veröffentlicht werden sollten. Es ist schwer zu erklären, wie das passieren konnte. „Hat da ein Praktikant getwittert?“, fragt Ueberschlag.

Swiss will auf diese Details und internen Abläufe nicht eingehen. Allerdings erklärt die Fluggesellschaft, dass es verbindliche Prozesse zum Schutz der Passagierdaten gebe. „Im vorliegenden Fall wurde dieses Verfahren nicht sofort aktiviert, was wir sehr bedauern“, sagt Pelzer. Es handele sich um einen bedauerlichen Einzelfall, „der so nicht hätte passieren dürfen“.

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