Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gerät das Immunsystem durcheinander. Es zielt auf das körpereigene Gewebe ab und führt zu Entzündungen. Daher sollten Rheumakranke besonders aufpassen, sich gesund ernähren, viel Sport treiben und Stress möglichst vermeiden.
Rheumapatienten können sich ein geschwächtes Immunsystem nicht leisten, ihre Abwehrkräfte sind ohnehin angeschlagen. Es greift das Körpergewebe selbst an und nicht die Krankheitserreger. Die Folge ist eine chronische Entzündung.
Glücklicherweise können moderne Therapien den Betroffenen ein normales Leben ermöglichen, wenn die Krankheit früh genug erkannt wird. Eine gesunde Lebensweise unterstützt den Therapieerfolg, auch weil sie das Immunsystem stärkt.
Verteidigungsmechanismus
Das Immunsystem ist ein ausgeklügeltes System, in dem verschiedene Abwehrzellen und Botenstoffe den Körper vor Krankheitserregern schützen. Viren, Bakterien und Parasiten werden erkannt und bekämpft.
Das angeborene oder unspezifische Immunsystem ist verantwortlich. Es schützt den Körper unabhängig davon, um welche Art von Krankheitserreger es sich handelt. Die unspezifische Immunabwehr umfasst Haut, Schleimhäute, Magensäure und Blutphagozyten, ist aber nicht darauf beschränkt.
Einige Eindringlinge entkommen immer noch. Dann werden die spezifischen Abwehrkräfte aktiviert, die unser Körper im Laufe des Lebens erwirbt. Es erkennt bestimmte Krankheitserreger und setzt gezielt die richtigen Antikörper dagegen ein.
Maßnahmen für ein starkes Immunsystem
Ob Rheuma oder nicht, es gibt drei wichtige Komponenten, die das Immunsystem stärken.
- Ausgewogene Ernährung: viel Gemüse und Obst, täglich Vollkornprodukte, Milch und Milchprodukte, pflanzliche Öle. Selten Fleisch, aber zweimal pro Woche Seefisch. Das sind Lebensmittel, die laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine gesunde Ernährung ausmachen[1]. Dadurch stehen dem Körper in der Regel ausreichend Nährstoffe, Vitamine, Antioxidantien und Spurenelemente zur Verfügung.
- Regelmäßige Bewegung: Bewegung bringt Teile des angeborenen Immunsystems zum Arbeiten und regt den Körper an, mehr Antikörper zu produzieren. Außerdem verbessert Bewegung die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an.
- Entspannung: Dauerstress ist Gift für die Gesundheit. Die Zahl der Immunzellen nimmt ab, das Abwehrsystem gegen Krankheitserreger funktioniert weniger gut. Was hilft, sind regelmäßige, bewusste Entspannungsphasen. Sie kommen von Person zu Person unterschiedlich heraus. Während einige Menschen von Techniken wie Meditation und progressiver Muskelentspannung profitieren, reicht für andere ein Spaziergang im Freien.
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