Seit Monaten grübelt der Volkswagen Konzern in angespannten Finanzmärkten über die Möglichkeit eines Börsengangs, und am Donnerstag war es soweit: Die „Dr. Ing. hc F. Porsche Aktiengesellschaft“, kurz Porsche AG, startete den größten deutschen Börsengang seither Telekom 1996.
Doch verglichen mit dem großen Interesse und der finanziellen Stärke von Volkswagen und Porsche war das Debüt des Sportwagenherstellers enttäuschend.
Die Aktien der Stuttgarter Edelschmiede starteten relativ stark bei 84 Euro und damit 1,50 Euro über dem am Vortag festgelegten Ausgabepreis. Doch nach wenigen Stunden, nach dem Tagesmaximum von 86,76 Euro, setzte die Gegenbewegung ein.
Bereits am frühen Nachmittag notierte die Aktie 1,3 Prozent im Minus und schloss schließlich wieder beim Ausgabepreis von 82,50 Euro mit einem Verlust von 1,79 Prozent. Die euphorische Stimmung war verflogen.
Die Erklärung könnte im schwierigen Marktumfeld liegen. Sorgen um Konjunktur, Zinsen und Inflation, die Energiekrise und Sabotageakte an den beiden Gaspipelines Nord Stream liegen den Börsenhändlern schwer im Magen.