Zum Auftakt des Eidgenössischen Schwingfestes in Pratteln muss sich der grosse Favorit Samuel Giger mit einem Fixgang begnügen. Im Duell zweier Kilchberger-Sieger trennte er sich von Fabian Staudenmann. Der Berner Mittelländer war dem Sieg zunächst noch näher. Der größte Jubel am Samstagvormittag ging durch die mit 50.000 Zuschauern prall gefüllte Arena, als Schwingerkönig Christian Stucki von 2019 den 15 jüngeren Kilchberg-Sieger Damian Ott nach einem langen Spaziergang erledigte.
Das Duell zwischen Matthias Aeschbacher und Werner Schlegel endete unerwartet schnell. Der erfahrene Emmentaler, der seine beste Saison hat, schickte den Youngster aus Sant Gal·leu früh und überzeugend. Joel Wicki und Adrian Walther lieferten sich eines der spannendsten Duelle des Swing. Walther, der mit zwei Metern Körpergröße 17 Zentimeter größer ist als der Rivale, brachte den ersten gekrönten Eidgenössischen in Zug 2019 dreimal an den Rand einer Niederlage. Doch Wicki hatte auch ihre guten Momente. Beide erhielten zu Recht die Bestnote für einen Platz, eine 9,0.
Der zentrale Zweitfavorit der Schweiz, Pirmin Reichmuth, bestand den Härtetest im ersten ernsthaften Kampf nach seiner Schulterverletzung mit Bravour. Nach rund einer halben Minute hatte er den Berner Eidgenossen Remo Käser auf dem Rücken. Armon Orlik, der seine beste Wreath Festival-Saison noch nicht hinter sich hatte, machte mit dem Südweststar Lario Kramer mit einem massiven Flat Pitch kurzen Prozess.
Zum Auftakt setzte sich der wohl stärkere Schweizer aus dem Nordwesten durch: Nick Alpiger besiegte den verletzt zurückgekehrten Berner Michael Wiget am Boden. Kilian Wenger, der King of Wrestling, machte an den Kantonsfesten in der Südwestschweiz Benjamin Gapany, den dreifachen Saisonsieger, platt.
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