Veröffentlicht am 13. Dezember 2022, 21:40 Uhr
St. Gallen: So soll es an der HSG nach dem Plagiatsskandal weitergehen
Angeblich soll ein Professor an der Universität St. Gallen gab die Arbeiten der Studenten als seine eigenen aus. Die Universität hat die Studenten nie kontaktiert. Das will er nun ändern.
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Ein HSG-Lehrer soll bei seiner Qualifikation Plagiate verwendet haben.
Universität St. Gallen (HSG)
Am 13. Dezember 2022 hat die HSG angekündigt, weitere Schritte zur Erledigung der Beschwerden einzuleiten.
20min/News-Scout
Das ist es, worum es geht
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Einem HSG-Lehrer wird Plagiat vorgeworfen.
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Die HSG will nun die nächsten Schritte in ihrer Untersuchung einleiten.
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Gleichzeitig verurteilte die Universität die Klageandrohung eines Professors gegen Studierende.
Bei Plagiatsvorwürfen ist die Universität St. Gallen (HSG) hat laut einer an diesem Dienstag veröffentlichten Medienmitteilung neue Massnahmen ergriffen. Unter anderem müssen neue Fakten geprüft und Kontakt zu Betroffenen aufgenommen werden.
Einem HSG-Professor wird sowohl in seiner Dissertation als auch in seiner Masterarbeit ein Plagiat vorgeworfen. Ehemalige Studenten werfen ihm zudem vor, als Erstautor die Arbeiten seiner Studenten unter seinem Namen veröffentlicht zu haben.
Bitte überprüfen Sie die Angaben auf Plagiatsvorwürfe
Den erneuten Vorwürfen des österreichischen Plagiatsforschers Stefan Weber soll nun nachgegangen werden. Die HSG war den gegen die Habilitation erhobenen Vorwürfen bereits nachgegangen und kam im Mai 2022 in einer Gesamtbeurteilung durch einen eigenen Experten zum Schluss, dass kein Plagiat erkennbar sei.
Doch nun wird sich die HSG-Untersuchungskommission mit den Ergebnissen der Untersuchung von Stefan Weber befassen. Die HSG schreibt in der Stellungnahme, dass geprüft werde, ob neue Tatsachen auf den Tisch lägen, die eine erneute Prüfung der Habilitationsschrift erfordern.
Die Betroffenen müssen kontaktiert werden
Die Universität St. Gallen wird sich auch an diejenigen Studierenden wenden, die das Plagiat ursprünglich in der Habilitation entdeckt haben. Rechtsanwältin Senta Cottinelli hatte sich mit den Beschwerden der Studierenden befasst und das angebliche Plagiat im Fall des Professors der Universität gemeldet. Er war der HSG-Ansprechpartner. „Im Nachhinein räumt die HSG ein, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Betroffenen direkt anzusprechen, um ihre Anliegen anzusprechen. Dies wird nun durch ein persönliches Gespräch mit HSG-Rektor Bernhard Ehrenzeller kompensiert“, schreibt die Hochschule.
Schliesslich hält die HSG fest, dass sie die Androhung rechtlicher Schritte gegen die Studierenden und die Verurteilung für inakzeptabel halte. Erst am Montag wurde bekannt, dass ein mit Plagiatsvorwürfen konfrontierter Lehrer – vertreten durch seinen Anwalt – rechtlichen Druck auf die Schüler ausgeübt hatte. Die HSG hat nun erklärt, dass sie der Lehrperson am 14. November mitgeteilt habe, dass sie nicht befugt sei, im Namen der HSG rechtliche Schritte anzudrohen oder Verfahrensschritte einzuleiten.
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