Aktualisiert am 13.12.2022 um 20:26 Uhr
- Tabea Kemme und Nationaltorhüterin Almuth Schult haben die Zusammensetzung des neu gegründeten DFB-Expertenrates scharf kritisiert.
- Gerade die mangelnde Diversität im Vorstand stört die Frauen.
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Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Bildung des Expertenrates scharf kritisiert. „Diversity at its best“, witzelte der 30-Jährige in einem Interview mit dem Nachrichtenportal „t-online“ gegenüber dem rein männlichen Panel. Zudem kritisiert Kemme die Lösung des Problems: “Es ist ein schwerer Fehler, die Lösung von System zu System zu suchen.”
Schult: „Ich kann das überhaupt nicht verstehen“
Auch Nationalspielerin Almuth Schult sieht den DFB in dieser Frage falsch. „Ich verstehe nicht, warum nicht auf Vielfalt geachtet wird“, sagte der Torhüter an diesem Dienstagabend in der ARD: „Weil es auch darum geht, den DFB zukunftsträchtig aufzustellen. Der Sportdirektor ist zuständig für die Jugend, für die Frauen, für.“ die Akademie, ich denke, es ist sehr wichtig, dieses Gremium zu schaffen.”
Am Mittag stellte der DFB das neu gebildete Expertengremium vor, das den Kader nach dem WM-Debakel in Katar auf die Euro 2024 vorbereiten und für die Zukunft rüsten muss. Der Expertenrat besteht aus Oliver Kahn, Karl-Heinz Rummenigge, Matthias Sammer, Oliver Mintzlaff und Rudi Völler.
Aktualisiert am 06.12.2022 um 12:32 Uhr
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Auch Wärmelsperger, Khedira und Clemens sind kritisch
„Wenn am Ende die fünf Fredi Bobic empfohlen hätten und er den Job bekommen hätte, würde ich lachen. Das wissen wir alle, ich glaube, er ist interessiert. Er muss mehr rauskommen als ein Name, der schon im Gespräch ist.“ (.. . ) Er kann was, er kann was. Ich sage nur, das wissen wir sowieso alle“, sagte ARD-Experte Thomas Hitzlsperger amüsiert. Sie brauchen keinen Berater, um diese Informationen zu erhalten.
Und Khedira ist ratlos: „Mir fehlt etwas Schlüssiges. Sie haben ihre Namen gesetzt. Sie sind alle verdiente Fußballmänner. Sie haben es bewiesen“, sagte der Weltmeister von 2014. Aber es ist wichtig zu wissen: „ Was ich mache. Willst du wirklich beim DFB dabei sein? Das ist für mich noch nicht ganz so schlüssig, aber vielleicht kommt irgendwann Licht ins Dunkel.“
Ex-Nationalspieler Clemens Fritz hätte sich bei der Bildung des Sachverständigenrates auch externe Beiträge vorstellen können. „Natürlich haben Sie sich vielleicht gefragt, ob es richtig ist, nur Fußballexperten zu nehmen“, sagte der Profifußball-Chef von Werder Bremen.
Fritz halte es für sinnvoll, sich „Input oder Wissen aus einem anderen Bereich zu holen“, sagte er, räumte aber ein, er sei „abwesend“ von dem Thema und „habe es in den vergangenen Tagen nicht so intensiv verfolgt“. (sid/ska)