Wir sind sehr im Innenraum. Viele Menschen haben dies erst während der SARS-2-CoVID-19-Pandemie erkannt. Wenn Sie plötzlich von zu Hause aus arbeiten, müssen Sie nicht einmal ins Büro gehen. Mancherorts gab es sogar Ausgangssperren. Plötzlich war die Luftqualität wieder ein großes Thema. Neben Luftfiltern wurden auch Ampeln und CO2-Sensoren verbaut. Diese weisen nicht nur darauf hin, dass die Atemluft nicht mehr so frisch ist, sondern geben auch einen Hinweis darauf, dass die Keimzahl in der Raumluft nun möglicherweise erhöht ist und für Belüftung gesorgt werden sollte. Aber auch ohne Pandemie gibt es viele gute Gründe, sich intensiver mit der Raumluft zu befassen, insbesondere im Smart Home. Deshalb haben wir uns den Airthings View Plus Luftqualitätsmonitor mit ePaper-Display und vielen Sensoren genauer angesehen.
Im Lieferumfang des Airthings View Plus Luftqualitätsmonitors enthalten
Das neue Airthings View Plus enthält sechs AA-Alkalibatterien, ein 180 cm langes USB-Typ-C-Ladekabel, eine mehrsprachige Schnellstartanleitung und regulatorische Informationen sowie doppelseitige Klebepads.
Hardware und Eigenschaften
Der Airthings View Plus Luftqualitätsmonitor ist 200 x 115 x 60 mm groß, überwiegend weiß und hat abgerundete Seiten. Es wiegt 511 Gramm (ohne Batterien) und hat auf beiden Seiten eine feinmaschige Gitterstruktur. Unten ist ein hellgrauer Gummistreifen mit der Aufschrift “Breathe Better. Live Better”. Ich werde sehen. Diese ist dazu da, um den View Plus Luftsensor auch auf glatten Oberflächen rutschfest einstellen zu können.
Die Rückseite des norwegischen Luftqualitätssensors verbirgt eine große Abdeckung mit zwei Löchern für Befestigungsschrauben und einer Öffnung an der Unterseite für das USB-Kabel. Darunter finden Sie das Batteriefach, einen Aufkleber mit der Seriennummer und einem kleinen QR-Code zum Einrichten der App sowie einige Konformitätserklärungen und Symbole. Die sechs Batterien sind laut Hersteller bis zu zwei Jahre alt.
Das 2,9 Zoll große ePaper-Display mit einer Auflösung von 296 x 128 Pixel ist auf der Vorderseite gut sichtbar und spiegelt mit seinen halbrunden Seiten die Form des Gehäuses wider. In der Mitte befinden sich zwei Öffnungen für Sensoren und eine mehrfarbige LED. Darunter befindet sich das Airthings-Logo, das noch recht an diverse Videospiele erinnert. Auch hier sind Bewegungssensoren zur Gestensteuerung verbaut, aber dazu später mehr.
Foto: PocketPC.ch / Jeanrenaud / Airthings
Zusätzlich zu den Sensoren ist im Inneren ein WLAN-Modul verbaut, welches im 2,4 GHz Frequenzbereich eine Verbindung mit dem Board und der Applikation herstellt. Auf diese Weise kann weltweit auf die Daten des Luftqualitätsmonitors von Airthings zugegriffen werden. Darüber hinaus ist auch Bluetooth LE verfügbar, das für die Ersteinrichtung und den täglichen Datenabgleich verwendet wird. Letzteres nur, wenn keine WLAN-Verbindung aufgebaut wird.
Darüber hinaus kann das Airthings View Plus als Hub fungieren, wenn es über WLAN verbunden und über ein USB-Kabel und ohne Batterien mit Strom versorgt wird. Es sammelt dann Daten von allen angeschlossenen Airthings-Sensoren und überträgt sie an das Dashboard. Es verwendet das interne Airthings Smartlink-Protokoll, das im 868-MHz-Frequenzbereich (in Europa) sendet.
Sensoren
Airthings View Plus-Sensoren sind für Feinstaub (PM1 und PM2,5), Radon, CO2, VOC, Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck und Lärm ausgelegt.
Geräuschanzeige
Zusätzlich ist ein Geräuscherfassungsmikrofon zur Berechnung des Schalldruckpegels eingebaut. Es zeichnet nichts auf, keine Sprache oder andere Geräusche, es prüft nur, ob die Umgebung laut oder leise ist. Diese Geräuschanzeige ist nur aktiv, wenn das Gerät für Airthings for Business konfiguriert ist.
Temperatur
Ein Festkörpersensor misst innerhalb des empfohlenen Betriebsbereichs von 4 °C bis 40 °C und darüber hinaus mit einer Genauigkeit von ±0,5 °C. Die Reichweite des Sensors beträgt 5 Minuten im Akkubetrieb und nur die Hälfte, 2,5 Minuten mit angeschlossenem USB-Kabel.
Feuchtigkeit
Dieser Festkörpersensor misst außerdem alle 300 Sekunden im Batteriebetrieb und alle 150 Sekunden, wenn das Airthings View Plus über ein USB-Kabel mit Strom versorgt wird. Die Genauigkeit der gemessenen relativen Luftfeuchtigkeit beträgt ± 3 Prozent.
Luftdruck
Abschließend wird der Luftdruck gemessen, ebenfalls mit einem Festkörpersensor und im gleichen Intervall von 5 Minuten im Akkubetrieb (bzw. 2,5 Minuten im USB-Betrieb) und mit einer Genauigkeit von ± 0,6 mBar/hPa.
Radon
Der Radonsensor misst stündlich die Konzentration in Becquerel pro Kubikmeter Luft mittels einer passiven Diffusionskammer mittels Alpha-Spektrometrie. Das Messintervall ist auf 60 Minuten festgelegt, gemessen wird von 0 bis 20.000 Bq/m3. Allerdings benötigt der Sensor mindestens 30 Tage, um genaue Messergebnisse zu liefern.
Eine kontinuierliche Messung bei 200 Bq/m3 ergibt eine durchschnittliche Abweichung von ±10 % nach sieben Tagen und eine durchschnittliche Abweichung von ±5 % nach zwei Monaten.
eine besondere Angelegenheit
Feinstaubpartikel werden mit einem optischen Partikelzähler auf Basis von Laserstreuung gemessen. Das Messintervall kann auf 10 Minuten oder 60 Minuten eingestellt werden, wenn das Airthings View Plus batteriebetrieben ist. Mit angeschlossenem USB-Kabel ist sogar eine Messdistanz von 2,5 Minuten für Staub in der Raumluft möglich. Der Erfassungsbereich der Partikelgröße beträgt 300 nm bis 10 μm. Der Messbereich für die Kategorie PM2,5 beträgt 0 bis 10 μm. 500 μg/m³. Die Messgenauigkeit von lungengängigen Partikeln, auch Feinstaub genannt, PM2,5, also einer Größe bis 2,5 µm, ist wie folgt:
Unter 150 ug/m³ wird mit ±5 μg/m³ + 15 Prozent Messtoleranz gerechnet, über 150 ug/m³ mit ± 5 μg/m³ + 20 Prozent Messungenauigkeit. Die Lasersensoren sind von der Schwarzwälder Firma vorkalibriert für die Kalibrierung von QS-Prüfgeräten GRIMM, die den Zigarettenrauch als Referenzwert verwenden.
VOC
Ein auf Metalloxid basierender Gassensor misst sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOCs) in einem festen Messintervall von 5 Minuten. Nach etwa einer Woche wird die Messung automatisch im Bereich von 0 bis 10.000 ppb (Teile pro Milliarde) kalibriert. Diese automatische Kalibrierung erfolgt mit einem automatischen Basislinienalgorithmus, der basierend auf der vom Sensor aufgezeichneten saubersten Luft kontinuierlich aktualisiert wird.
CO2
Ein NDIR-Sensor (Non-Dispersive Infrared) misst alle fünf Minuten Kohlendioxid (CO2). Der CO2-Gehalt wird alle 2,5 Minuten gemessen, wenn ein USB-Kabel angeschlossen und die Batterien entfernt sind. Der Kohlendioxid-Messbereich beträgt 400 bis 5000 ppm und die Genauigkeit beträgt ±50 ppm ±3 Prozent bei einer Umgebungstemperatur von 10 bis 35 ppm. °C und 0 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit nach einer Woche Kalibrierzeit.
Testeindruck
Der Airthings Luftqualitätsmonitor ist hervorragend verarbeitet und macht einen hochwertigen Ausdruck. Nichts vibriert oder knarrt, die Akkuabdeckung hält gut und macht auch bei der Wandmontage einen soliden Eindruck. Norwegens View Plus hat einen skandinavischen Look, schlicht und einfach, und integriert sich dezent und gut in die Einrichtung.
Installation und Betrieb
Die ersten Schritte mit dem Airthings View Plus sind einfach und intuitiv gestaltet. Die kostenlose App für Android oder iOS führt Sie in einfachen Schritten durch den Prozess, auch in Deutsch, Italienisch und Französisch, und verbindet den Sensor optional mit dem WLAN. Dass hier kein 5-GHz-Signal genutzt werden kann, ist schade, aber erträglich. Außerdem muss ein Airthings-Konto erstellt werden, um den Sensor und die Daten zu verknüpfen.
Aber bis jetzt funktioniert alles super. Stellen Sie das Gerät dann irgendwo auf oder montieren Sie es an der Wand oder in einem Schrank. Es ist wichtig, dass es am besten in Atemhöhe funktioniert, dh es sollte zwischen 110 und 170 cm über dem Boden und nicht höher als 2 Meter installiert werden.
Die zu iOS und Android identische Anwendung erlaubt einen sehr übersichtlichen und schnellen Blick auf die verschiedenen Sensorwerte, deren Verlauf in schönen und farbenfrohen Ampelkurven und gibt durch den Hinweis auf die Frage auch mehr Auskunft über die Bedeutung des Messwerts . Markieren. So erfahren Sie zum Beispiel, welche Bereiche der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit zur Schimmelbildung beitragen und wie oft und wann gelüftet werden muss.
Intelligentes Zuhause
Zudem ist die Smart-Home-Integration über IFTTT, Google Assistant und Amazon Alexa direkt in der App möglich. Das funktioniert soweit ganz gut und Alexa kann mit dem richtigen Geschick ausgewählte Werte aus dem Sensor auslesen, etwa Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Auch eine Automatisierung ist auf diese Weise möglich.
Web- und API-Zugriff
Aber das ist nicht alles! Speziell für den Enterprise-Bereich bieten Airthings-Sensoren auch ein Web-Dashboard unter dashboard.airthings.com und eine API unter developer.airthings.com an. Beide sind frei verfügbar und die Programmierschnittstelle ist ausführlich dokumentiert, wenn auch nur in englischer Sprache.
Das Dashboard ist auch auf Französisch, Italienisch oder Deutsch verfügbar und kann fast alles, was die Apps können. Sogar das Airthings View Plus-Display kann über einen Webbrowser konfiguriert werden. Lediglich Push-Alerts sind hier nicht möglich. Dafür sind Apps da. Alternativ können Sie einen wöchentlichen Flugbericht per E-Mail an das Dashboard abonnieren. Dazu gehören Trends, Zusammenfassungen, Erkenntnisse und Empfehlungen, die Ihnen dabei helfen, zu Hause bessere Luft zu atmen.
Mit der API können Sie aber auch Airthings-Produkte und damit Airthings View Plus relativ einfach und nahtlos in andere proprietäre Lösungen integrieren. Auch die Integration…