Ein Deutscher geht, ein Deutscher kommt!
Nico Hülkenberg (35) absolvierte bei den Pflichttests zum Saisonende seine ersten Kilometer im neuen Dienstwagen. Er konnte seinen neuen Rennwagen in Abu Dhabi testen. Vor dem letzten Rennen kündigte Haas an, dass Hülkenberg ab der kommenden Saison Mick Schumacher (23) ersetzen werde.
Hülkenberg durfte deswegen trainieren. 2023 wird er das amerikanische Teamauto für 24 Rennen fahren.
Die bekannte 27: Hülkenbergs Nummer ist jetzt auf dem Auto zu sehen
Foto: Carl Bingham / LAT-Bilder
Doch Hülkenbergs Neuanfang ist auch das (zumindest vorläufige) Ende von Micks Formel-1-Zeit. Fühlt er sich deswegen schlecht?
Hülkenberg: „Nein. Das ist die Formel 1. Wir kämpfen alle um unsere eigene Karriere. Es gibt viele Fahrer, die während ihrer Zeit in der Formel 1 einem anderen Fahrer weichen mussten.“
auch lesen
Gut für den Rückkehrer: Es passt sich schnell an ein neues Auto an. Obwohl er 2019 seinen Job als Stammfahrer verlor, absolvierte er vier Einsätze als Ersatzfahrer für Racing Point und später für Aston Martin.
Und er machte dort eine sehr gute Figur! 2022 löste er den an Corona erkrankten Sebastian Vettel (35) in den ersten beiden Saisonrennen ab. Obwohl Hülkenberg in der neuen Rennwagen-Generation kaum Vorbereitungszeit hatte (es gab zahlreiche innovative Regeländerungen für die Saison 2022), beendete er in Bahrain die Gesamtwertung vor seinem Teamkollegen Lance Stroll (22).
Trotz der zwei Auftritte musste Hülkenberg in diesem Jahr 20 der 22 Rennen zuschauen. Er gibt zu: „Nur von der Seitenlinie aus zuzusehen, war schwierig. Also habe ich ‚Project Return‘ gestartet.“
Hülkenbergs Helm ist immer noch neutralweiß. Inklusive Sponsorenlogo
Foto: Getty Images
Jetzt wieder als Stammfahrer. Viel Zeit, sich daran zu gewöhnen, bleibt dem Wahl-Monegasken jedenfalls nicht…
Hülkenberg: „Jetzt ist es wichtig, sich voll und ganz auf die Formel 1 und diese Haas-Autos zu konzentrieren. Ich muss es vollkommen verstehen, wir haben nur drei Testtage bis zum ersten Rennen im nächsten Jahr. Das ist nicht viel.”
Während der Testfahrt in Abu Dhabi absolvierte Hülkenberg 110 Runden im Auto und fuhr mit einer Zeit von 1:27.000 die 19. schnellste Zeit von 24 Fahrern.