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Erstellt: 12.03.2022, 16:07
Von: Sandra Käthe, Caspar Felix Hoffmann, Stefan Krieger, Andreas Apetz
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Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter. Wie der Kreml angekündigt hat, wird Putin bald in den Donbass reisen. Der Newsticker.
- Angriff: Russische Truppen beschießen mehrmals täglich die ukrainische Stadt.
- Saporischschja: Die ersten russischen Soldaten ziehen sich aus der Region zurück.
- Evakuierung: In der Region um die Stadt Dnipro am Dnjepr werden humanitäre Maßnahmen ergriffen.
- Anmerkung der Redaktion: Lesen Sie Aktuelles zum Ukraine-Konflikt in unserem Newsticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukrainekrieg stammen zum Teil von den Kriegsparteien in Russland und der Ukraine. Daher können sie teilweise nicht unabhängig verifiziert werden.
+++ 16.07 Uhr: Der Pressesprecher des Präsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Peskow, gab am Samstag (3. Dezember) bekannt, dass der russische Präsident Wladimir Putin die besetzten Gebiete in der Ostukraine besucht. „Putin wird Donbass bald besuchen“, sagte die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Pressesprecher. Ein genaues Datum nannte der Kreml noch nicht.
Laut Kreml soll Wladimir Putin bald in den Donbass reisen. (Dateibild) © Grigory Sysoyev/dpa
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Truppen versammeln sich in Weißrussland – General spricht über „Bedrohung“
+++ 13.55 Uhr: Die russische Armee baut sich offenbar weiter an der Nordgrenze zwischen der Ukraine und Weißrussland auf. „Der Aufbau der vereinten russisch-belarussischen Streitkräfte auf dem Territorium von Belarus geht weiter. Deshalb beobachten wir diese Situation ständig und bereiten unsere Streitkräfte auf eine angemessene Reaktion vor“, teilte Serhii Naiev, Kommandant der Streitkräfte der Ukraine, mit soziale Netzwerke.
Allerdings sei die Gefahr derzeit gering: „Von Weißrussland geht derzeit keine Gefahr aus“, sagt er. Wenn die militärische Bedrohung durch Weißrussland zunimmt, wird der ukrainische Generalstab zusätzliche Kräfte und Ressourcen bereitstellen, sagte Naiev.
Der Krieg in der Ukraine in Bildern: Zerstörung, Widerstand und Hoffnung
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Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Russland plant Angriff – Evakuierung in Kriegsgebiet
+++ 10:00 Uhr: Vom 3. bis 5. Dezember setzt die ukrainische Regierung die humanitären Maßnahmen zur Evakuierung von Bürgern fort, die sich derzeit am Westufer des Dnjepr in der Vorstadtsiedlung Dacha aufhalten und nicht konnten – it das bisher besetzte Gebiet verlassen. Dies teilte die Militärverwaltung der Region Cherson mit.
Die Evakuierung sei wegen “der erwarteten Verschärfung der Feindseligkeiten in diesem Gebiet” notwendig gewesen. Die Militärverwaltung rechnet mit einer steigenden Zahl von Kampfhandlungen in der Dnipro-Region. Dazu wurde das Verbot des Querens von Gewässern aufgehoben. „Die Durchfahrt des Flusses wird im Bereich des Flusshafens erlaubt. […] Dokumente, die die Identität und die ukrainische Staatsbürgerschaft bestätigen, müssen während der Evakuierung mitgeführt werden“, heißt es in der Erklärung.
Die Region um die Stadt Dnipro am Dnepr ist seit Kriegsbeginn umkämpft. Der Fluss gilt als Hauptwasserstraße der Ukraine und teilt das Land effektiv in eine linke und eine rechte Hälfte. Es kann nur an bestimmten Stellen überquert werden. Daher könnte die Lage um den Dnjepr für den Kriegsverlauf entscheidend sein.
Nachrichten zum Krieg in der Ukraine: Russland will vorrücken – die östliche Stadt wird zum Hauptziel
+++ 8.45 Uhr: Die russischen Streitkräfte konzentrieren weiterhin einen Großteil ihrer Feuerkraft auf einen etwa 15 Kilometer langen Abschnitt der verschanzten Frontlinie um die Stadt Bachmut in der Region Donezk. Russlands Plan sieht wahrscheinlich vor, die Stadt mit taktischen Vorstößen nach Norden und Süden einzukreisen, berichtet das britische Verteidigungsministerium.
Russland soll in den vergangenen Tagen kleine Fortschritte in der Südachse der Angriffslinie gemacht haben. Dort wird nach Angaben des Verteidigungsministeriums nun an Neuentwicklungen und der Einnahme einiger Brückenköpfe im Westen des Sumpfgebiets um den kleinen Bachmutka-Fluss gearbeitet. Russland hat Bakhmut seit Anfang August 2022 zu seinem Hauptziel erklärt.
Die Einnahme der Stadt hätte einen begrenzten operativen Wert, würde es Russland jedoch ermöglichen, die größeren städtischen Gebiete Kramatorsk und Slowjansk zu bedrohen. Die Einnahme der Stadt ist jedoch im Vergleich zum tatsächlichen Nutzen unverhältnismäßig teuer. Es besteht die realistische Möglichkeit, dass die Einnahme Bakhmuts in erster Linie zu einem symbolischen politischen Ziel für Russland geworden ist.
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Mariupol-Friedhof erweitert: Über 20.000 Tote
Update Samstag, 3. Dezember, 6.15 Uhr: Die Zahl der Gräber auf dem Starokrymske-Friedhof in Mariupol, westlich der Stadt, hat deutlich zugenommen. Das geht aus neuen Satellitenbildern hervor, die von der amerikanischen Satellitenbildfirma Maxar veröffentlicht wurden.
Das Unternehmen veröffentlichte zwei nebeneinander liegende Satellitenbilder des Friedhofs, eines vom 29. März und das andere vom 30. November, die einen deutlichen Anstieg der Zahl der Grabstätten zeigen.
Es wird angenommen, dass mehr als 20.000 Menschen während der monatelangen Belagerung der russischen Stadt getötet wurden, aber die tatsächliche Zahl könnte laut dem Rathaus von Mariupol viel höher sein.
Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine: Russland bombardiert eine ukrainische Stadt zweimal an einem Tag
+++ 22.40 Uhr: Zweimal innerhalb weniger Stunden haben russische Truppen die ukrainische Stadt Nikopol am Nordufer des Dnjepr beschossen. Das teilte Mykola Lukaschuk, Vorsitzender des für die ukrainische Region Dnipropetrowsk zuständigen Regionalrates, über die Nachrichtenplattform Telegram mit. Nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform feuerten russische Truppen zuerst tagsüber und dann abends schwere Artillerie auf Nikopol. Beim ersten Angriff gab es zunächst keine Verletzten, die Folgen des zweiten Angriffs werden noch untersucht.
Es ist bereits bekannt, dass eine der Bomben in Nikopol das Gelände eines Unternehmens getroffen hat. Darüber hinaus kam es auch in der Gemeinde Chervonohryhorivsk unweit der Altstadt zu Anschlägen. Laut Ukrinform wurden „ein Kirchengebäude, ein Geschäft, vier Privathäuser, Wirtschaftsgebäude und Stromleitungen“ beschädigt.
Spanien unterstützt Ukraine: Neue Luftverteidigungssysteme für Kiew
+++ 20.55 Uhr: Um russische Angriffe mit mehr Mitteln abzuwehren, hat die Ukraine eine erste Lieferung von Hawk-Flugabwehrsystemen aus Spanien erhalten. Dies erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksiy Reznikov am Freitag (2. Dezember) nach einem Treffen mit seiner spanischen Amtskollegin Margarita Robles in Odessa.
Das Luftverteidigungssystem wurde erstmals in den 1960er Jahren eingesetzt und wird trotz mehrerer Upgrades nur noch von wenigen NATO-Staaten eingesetzt. Ukrainische Soldaten wurden bereits in Spanien für die Nutzung des Systems ausgebildet. Spanien hat außerdem zugesagt, der Ukraine weitere Hawk-Flugabwehrraketen aus seinen Beständen zu liefern.
Ukraine-Krieg: Acht Verletzte nach Explosion eines Sprengsatzes in Odessa
+++ 19.05 Uhr: Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Kofferraum sind auf dem Parkplatz des regionalen Katastrophenschutzes in Odessa acht Menschen verletzt worden. Das berichten mehrere ukrainische regionale und überregionale Medien unter Berufung auf Polizeiinformationen. Unter den Verletzten waren fünf Polizisten und drei Zivilisten.
Laut Ukrainska Pravda beobachteten einige Polizisten während einer Streife ein verdächtiges Auto, das sie später überprüften und im Kofferraum einen Sprengsatz fanden. Als seine Verstärkung eintraf, explodierte die Bombe. Laut Polizei mussten einige der Verletzten im Krankenhaus behandelt werden, aber niemand befand sich in einem kritischen Zustand.
Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Biden hat keine Pläne für Gespräche mit Putin
+++ Erstmeldung am Freitag, 2. Dezember, 10.35 Uhr: Kiew – In der Schweiz sind seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 7,5 Milliarden Franken (rund 7,6 Milliarden Euro) in russischen Vermögenswerten blockiert. Zudem seien 15 Liegenschaften gesperrt worden, teilte die Regierung am Donnerstag (1. Dezember) in Bern mit. Nach Angaben des Wirtschaftsstaatssekretärs sind insgesamt 116 Unternehmen und mehr als 1.200 Personen betroffen. Im Rahmen der Sanktionen ist es Schweizer Banken untersagt, grössere Geldbeträge von russischen Staatsangehörigen und in Russland ansässigen Personen oder Unternehmen anzunehmen.
US-Präsident Joe Biden hat sich nun erneut zur Frage möglicher Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts geäußert. Für Gespräche mit Kremlchef Putin ist er nur offen, wenn Russland bereit ist, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. „Aber Tatsache ist, dass ich keine unmittelbaren Pläne habe, Herrn Putin zu kontaktieren“, sagte Biden am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Weißen Haus. „Ich bin bereit, mit Herrn Putin zu sprechen, wenn er wirklich Interesse hat und er nach einem Weg sucht, den Krieg zu beenden. Das hat er noch nie getan.“
Ukraine-Krieg: Russland und die Ukraine tauschen 100 weitere Gefangene aus
Mittlerweile, mehr als neun Monate nach Kriegsbeginn, tauschten Russland und die Ukraine erneut insgesamt 100 Gefangene aus. Wie das Moskauer Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte, seien 50 russische Soldaten zur medizinischen Behandlung in die russische Hauptstadt gegangen.