Ukraine-Krieg: SPD-Politiker fordern Friedensgespräche mit Russland

Deutschland “Die Waffen müssen schweigen!”

SPD-Politiker fordern Friedensverhandlungen mit Russland

Stand: 12:24 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

“Da stellt sich die Frage: Was kann man sonst noch in Berlin machen?”

„Wir sind dankbar für die Hilfe“, sagte der ukrainische Botschafter Andriy Melnyk. Allerdings fehlt ihm der Masterplan: “Die Zusammenarbeit zwischen Washington und Berlin muss besser koordiniert werden.” Bei Waffenlieferungen bleiben viele Fragen offen.

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Teile der SPD halten an der Idee der Entspannungspolitik fest: In einem Appell forderte eine Gruppe von SPD-Politikern einen möglichst baldigen Waffenstillstand. Sie schlagen China als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine vor.

Eine Gruppe von SPD-Politikern drängt auf eine diplomatische Offensive, um den Krieg in der Ukraine schnell zu beenden. „Wir brauchen schnellstmöglich einen Waffenstillstand als Ausgangspunkt für umfassende Friedensverhandlungen“, schreiben die Genossen in einem Appell mit dem Titel „Die Waffen müssen schweigen!“, berichtet der „Spiegel“.

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Die Autoren fordern einen neuen Versuch einer “globalen Entspannungspolitik”. Eine grundlegende Verbesserung des Verhältnisses zu Moskau ist erst in der Post-Amtsinhaber-Ära Wladimir Putin möglich. Vorerst sei es jedoch „notwendig, mit der russischen Regierung einen Modus vivendi zu finden, der auf der Anerkennung von Realitäten basiert, die ihr nicht gefallen, und die eine neue Eskalation des Krieges ausschließt“.

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Russische Truppen besetzen große Teile der Ost- und Südukraine. Die Regierung in Kiew hat jedoch kürzlich ihr Ziel bekräftigt, das gesamte Land zu befreien. In Berlin wird immer wieder betont, man wolle den Ukrainern keine Vorgaben machen, unter welchen Bedingungen sie zu Verhandlungen bereit sein sollten.

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Unter den Sozialdemokraten, die den Appell unterzeichnet haben, sind die Bundestagsabgeordneten Jan Dieren, Michael Müller, Rainer Keller, Tina Rudolph, Carolin Wagner und Jens Peick, die Abgeordneten Dietmar Köster, Constanze Krehl und Joachim Schuster, mehrere ehemalige Landtagsabgeordnete von Bremen. Oberbürgermeister Carsten Sieling, Bremer SPD-Landesvorsitzender Reinhold Wetjen und Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Die Autoren verteidigen Chinas Vermittlerrolle, lehnen Rüstungspläne ab und warnen vor der Lieferung von schwerem Militärgerät an die Ukraine mit dem Hinweis auf die Gefahr eines Atomkriegs. Mit Kampfpanzern oder Kampfjets würde eine “rote Linie” überschritten und Russland würde es “als Kriegseintritt” empfinden.

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