Von: Michael Bassewitz, Ralf Schuler, Hans-Jörg Vehlewald und Jan W. Schäfer
Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) hat ein Problem. Er will den Menschen sicheren Strom in Kriegszeiten versprechen, will aber trotzdem ein Atomkraftwerk (KKW) nach dem anderen abschalten, weil die grüne Ideologie es verlangt.
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Damit er seinen Atomkraftwerksplan durchziehen kann, wirft er alle Klimaschutzziele über Bord. Und jetzt wollen wir im Notfall Öl in der Nordsee verbrennen, damit wir keinen Stromausfall haben.
► Fakt ist, dass drei zentrale Ölschiffe („Power Barges“) an der Nordseeküste bald den vom Kernreaktor in Lingen (Niedersachsen) bis zu seiner Stilllegung Ende 2022 erzeugten Strom ersetzen könnten.
Ausgerechnet Habecks Umweltpionier, Staatssekretär Patrick Graichen, hat nun offiziell bestätigt, dass die „belgische Firma Exmar“ der Bundesregierung die Schiffe angeboten habe, „jeweils bis zu 450 Megawatt elektrische Energie auf einer Ölbasis in Deutschland zu installieren“.
Die Antwort von Habeck-Staatssekretär Patrick Graichen (59) auf eine CDU-Anfrage zu Kraftwerksschiffen
Foto: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Auch das Umweltministerium teilte mit: „Außerdem kann der künftige Einsatz von Elektrokraftwerken auch eine risikoärmere Alternative sein, die bei Bedarf in Betracht gezogen werden kann.“
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Verhandlungen mit dem belgischen Unternehmen haben jedoch noch nicht begonnen. Die zuständige niedersächsische Landesregierung weiß nur, dass die drei Schiffe (jeweils mit einer Leistung von 450 Megawatt) „den CO2-Ausstoß eines mittelgroßen Kohlekraftwerks haben“. Und DAS mitten im weitgehend geschützten Naturgebiet der Nordseeküste!
Experten sind bestürzt: „Habeck setzt auf kurzfristige Kanäle, aus denen er langfristig aussteigen will, nur um den grünen Fetisch des Atomausstiegs aufrechtzuerhalten“, kritisiert Wirtschaftsprofessor Jan Schnellenbach (49 Jahre). , BTU Cottbus). ).
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CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (52) zu BILD: „In einer neuen Runde Habeck-Shutdown-Bingo verbrennt Habeck lieber Öl in der Nordsee, statt weiter Atomkraft zu nutzen.“ Dieses Schiffsmanöver Ölmann entlarvt Habecks Märchen vom ausreichenden Strom in Norddeutschland.”
Unionsfraktionsvize und Energieexperte Jens Spahn (42, CDU) zu BILD: „Die Ampel verbrennt lieber klimaschädliche Kohle und Schweröl, anstatt alle CO2-neutralen Atomkraftwerke am Netz zu lassen. Floating Oil Power mieten.“ Kraftwerke das Werk Emsland vom Netz zu nehmen, ist klimapolitisch verrückt. Und angesichts drohender Stromausfälle unverantwortlich.“
Türkisches Kraftwerk “Fatmagul Sultan”
Foto: REUTERS
Müllabfuhralarm
► Kraftwerksschiffe sind etwa 140 Meter lang, mit Brennkammern ausgestattet, die in Turbinen Strom erzeugen – etwa 450 Megawatt pro Schiff (zum Vergleich: das Kernkraftwerk Lingen erzeugt etwa 1300 MW).
► Elektrische Kraftwerke (betrieben mit Öl oder Gas) werden hauptsächlich in Entwicklungsländern eingesetzt, die sich den Bau eigener Anlagen nicht leisten können. Aber auch New York City wird teilweise von „Elektrobooten“ versorgt.
► Aus Schornsteinen (ca. 35 m) von Kraftwerken werden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt – Klimakiller Nr. 1
► Ölkraftwerksschiffe werden von Tankern am Meer betankt. Um mit Strom betrieben zu werden, benötigen sie einen Anschluss an das terrestrische Netz.
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Quelle: BILD 10.10.2022
Der nächste Energiewahn
Wie cool ist das?
Deutschland zahlt Südafrika Millionen für den Kohleausstieg, bekommt aber immer mehr Kohle!
Vergangene Woche übergab Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (54, SPD) weitere 320 Millionen Euro für Südafrika. Bedingung: Weniger Kohle verbrennen.
Gleichzeitig steigen die Kohleimporte aus Südafrika: 2021 importierte Deutschland mehr als 1 Million Tonnen von dort. 2022 werden es noch mehr sein, um den Verlust an russischer Kohle (50 % der Importe) auszugleichen. Unter anderem läuft auch das wieder hochgefahrene Werk in Mehrum (Niedersachsen) mit Kohle aus Südafrika, sowie ab November 2 Anlagen im Saarland.