Vitamin-D-Mangel: Eine künstliche Einnahme kann dem Körper enorme Schäden zufügen

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Erstellt: 12.04.2022 04:54

Von: Sophia Lotter

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Vitamin D ist sehr wichtig für den Körper. (Ikonenbild) © Friso Gentsch/dpa

Einem Vitamin-D-Mangel kann mit Nahrungsergänzungsmitteln vorgebeugt werden. Aber Vorsicht: Auch das kann schädlich sein.

Frankfurt – Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn das Wetter kalt und ungemütlich ist, werden nur wenige Menschen vertrieben. Das Homeoffice in Zeiten der Corona-Pandemie führt auch dazu, dass immer weniger Menschen ins Freie gehen. Dies ist besonders problematisch für die Gesundheit. Denn der menschliche Körper benötigt unter anderem Sonnenlicht, um ein wichtiges Vitamin herzustellen: Vitamin D.

Es ist für den Menschen von großer Bedeutung, da es den Phosphat- und Calciumstoffwechsel reguliert und somit zur Knochenhärtung beiträgt. Vitamin D fördert auch die Funktion des Immunsystems und hat Einfluss auf die Muskelkraft.

Daher kann ein Vitamin-D-Mangel gesundheitsschädlich sein. Wie die Ärztezeitung zusammenfasst, wird die Liste der Erkrankungen, die möglicherweise mit dem Mangel zusammenhängen, immer länger. Darunter fallen Erkrankungen wie Infektanfälligkeit, Muskelschwäche, Herzinfarkt, Diabetes, Rheuma, Depressionen, Alzheimer und Multiple Sklerose. Doch wann liegt ein Mangel vor und was tun?

Gesundheit: Vitamin-D-Mangel vorbeugen: So funktioniert es ohne Pillen & Co

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt ein Mangel vor, wenn die Serumkonzentration des Markers 25-Hydroxyvitamin D weniger als 30 Nanomol pro Liter Serum beträgt. Diese Art von Mangel ist bei der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland nicht der Fall. Allerdings erreichen knapp 60 Prozent der Deutschen nicht die bestmögliche Blutkonzentration von 50 Nanomol pro Liter Serum, betont die Fachgesellschaft.

Mehr als die Hälfte nutzt daher nicht das volle gesundheitliche Potenzial von Vitamin D. Aber laut Experten sind Pillen und Nahrungsergänzungsmittel nicht unbedingt für gesunde Menschen zu empfehlen. Denn die Bildung des Vitamins kann durch eine angepasste Lebensweise und gezielte Ernährung begünstigt werden.

Neben zahlreichen Studien hat nun auch das Bundesinstitut für Risikobewertung den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und dem Risiko eines schweren Verlaufs von Covid-19 erkannt.

Vitamin D: Wie viel Sonnenlicht ist notwendig?

Sonnenlicht auf der Haut kann dem Körper ausreichen, um die notwendige Menge an Vitamin D zu produzieren. Wie viel des wichtigen Vitamins tatsächlich produziert wird, hängt jedoch von Faktoren wie Jahreszeit, Klima, Kleidung und Hauttyp ab. Daher sind die Hinweise der DGE nur als Richtwerte zu verstehen. Zwischen März und Mai reichen in Deutschland je nach Hauttyp etwa zehn bis 25 Minuten zum Sonnenbaden. Etwa ein Viertel der Körperoberfläche sollte der Sonne ausgesetzt sein, zum Beispiel ein Teil der Arme und Beine, der Hände und des Gesichts.

Von März bis Mai: 10-20 Minuten Von März bis Mai: 15-25 Minuten Von Juni bis August: 5-10 Minuten Von Juni bis August: 10-15 Minuten Von September bis Oktober: 10-20 Minuten Von September bis Oktober: 15-25 Minuten Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) )

Der in der Tabelle genannte Hauttyp bezieht sich auf „helle bis sehr helle Hautfarbe, hellrote oder blonde Haare und blaue oder grüne Augen“ für die Hauttypen eins und zwei. Hauttyp drei ist „mittlerer Hautton, dunkles Haar und braune Augen“. Für andere Hauttypen enthält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung keine Daten.

Vitamin-D-Mangel vorbeugen: Diese Lebensmittel haben eine hohe Konzentration des Vitamins

Allerdings beziehen sich diese Richtwerte nur auf den Zeitraum zwischen März und Oktober. Doch wie verhält man sich in der dunklen Jahreszeit am besten? Natürlich hilft es auch, im Winter in der Sonne zu sitzen, aber da der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen sehr flach ist, kommt es nicht unbedingt zu einer nennenswerten Produktion des Vitamins, wie die „Ärztezeitung“ berichtet. Das Beste an Vitamin D ist, dass es im Körper gespeichert werden kann. Wer also im Sommer einen Vorrat des Vitamins aufbaut, kann diesen in den kälteren, sonnenarmen Monaten nutzen.

Hering 7,80-25,00 Lachs 16,00 Gelbes Hühnerei 5,60 Makrele 4,00 Ganzes Hühnerei 2,90 Cherelle-Pilze 2,10 Champignons 1,90 Rinderleber 1,70 Gouda, 45% F. i. Tr.1.30Butter1.20 Quelle: BfR nach Souci/Fachmann/Kraut, 2008

Aber auch die richtige Ernährung kann helfen, den Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen: In fettem Fisch wie Hering und Lachs ist die Konzentration dieses wichtigen Vitamins höher. Eier haben auch eine signifikante Konzentration. Auch verschiedene Pilze und Leber sind zu empfehlen. Allerdings betont beispielsweise das „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR), dass die Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Fokus liegt nach wie vor auf der Bildung des Körpers selbst durch Sonnenlicht.

Zu viel Vitamin D: Eine Überdosierung kann gesundheitsschädlich sein

Es gibt nicht nur Vitamin-D-Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel, auch einige Lebensmittel sind inzwischen mit Vitamin D angereichert. Das BfR betont jedoch, dass die Einnahme dieser Nahrungsergänzungsmittel nur dann zu empfehlen ist, wenn ein nachgewiesener Vitamin-D-Mangel vorliegt und sich der Spiegel durch Nahrung oder Sonneneinstrahlung nicht verbessern kann . Und das aus einem einfachen Grund.

Ein Überschuss an Vitamin D kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Das „Bundesinstitut für Risikobewertung“ warnt: „Bei einer regelmäßigen täglichen Zufuhr von mehr als 100 Mikrogramm Vitamin D, die bei normaler Ernährung derzeit nur durch eine übermäßige Einnahme von Vitamin-D-Präparaten möglich ist, treten unerwünschte Wirkungen wie Nierenbildung auf Nierensteine ​​oder Verkalkungen auftreten können. Aus medizinischen Gründen können jedoch höhere Vitamin-D-Spiegel medizinisch indiziert sein.“

Vitamin-D-Mangel bei Risikogruppen: Wenn Experten Tabletten und Co. empfehlen

Einige Personengruppen gehören jedoch zu den Risikogruppen eines Vitamin-D-Mangels, dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen (z. B. krankheitsbedingt) nur wenig im Freien aufhalten können. Laut BfR Menschen, die aus kulturellen oder religiösen Gründen das Haus nur mit vollständig verhülltem Körper verlassen, oder Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Auch ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, da die Bildung von Vitamin D im Körper mit zunehmendem Alter abnimmt. Zur Risikogruppe gehören neben älteren Menschen auch sehr junge Menschen. Denn Babys erhalten nur eine sehr geringe Menge des Vitamins über die Muttermilch und sollten direkte Sonneneinstrahlung möglichst meiden.

Für diese Risikogruppen empfiehlt sich die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats, allerdings nur, wenn ein Mangel festgestellt wurde und der Arzt es zur Verbesserung des Vitaminspiegels empfiehlt. (Sophia Lothar)

Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keinen Arztbesuch. Nur Experten können die richtige Diagnose stellen und eine angemessene Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt besprochen werden.

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