Veröffentlicht am 12. November 2022, 04:43 Uhr
720 Grad Hitze: Tropfen in flüssigem Aluminium – „Bei Amputationsverbrennungen 4. Grades“
Am Mittwoch stürzte ein 25-jähriger Elektriker bei der Arbeit auf 720-Grad-Aluminium. Ein Experte sagt, dass dem Unfallopfer im schlimmsten Fall eine Amputation droht.
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Bis zu den Knien tauchte der 25-Jährige in diesen Ofen ein.
Polizei der Stadt St. Gallen
Johannes Rubenbauer ist Oberarzt für Verbrennungen am Klinikum Bogenhausen in München.
Privatgelände
Der Mann musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Bewässerung
Das ist es, worum es geht
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Ein Elektriker fiel bei der Arbeit in 720 Grad heißes geschmolzenes Aluminium.
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Der 25-Jährige musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
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Johannes Rubenbauer, Oberarzt für Verbrennungen im Klinikum Bogenhausen, spricht 20 Minuten über die Wirkung.
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Im schlimmsten Fall kann es zur Amputation der betroffenen Stellen kommen.
Am Mittwoch kam es zu einem schweren Unfall in einem Industriebetrieb in der Stadt St. Gallen Zwei Wartungsarbeiter wollten am Mittwoch Arbeiten in einem Aluminium-Warmhalteofen durchführen. Ein 25-jähriger Elektriker ist bei der Arbeit durch eine Ofenöffnung gestürzt und bis zu den Knien in Aluminium eingetaucht. Der 25-Jährige musste von der Rega ins Spital gebracht werden.
Johannes Rubenbauer, Oberarzt für die Behandlung von Verbrennungen am „Münchner Klinikum Bogenhausen“, ist mit Verletzungen dieser Art bestens vertraut. „Jemand, der mit diesen Flüssigkeiten arbeitet und die Möglichkeit hat, hineinzufallen, muss vorschriftsmäßig die entsprechende Schutzkleidung getragen haben“, sagt Rubenbauer. Ansonsten würde Rubenhauser die Heilungschancen als eher gering einschätzen.
Amputation kann notwendig sein
„Bei diesen Temperaturen gibt es tiefe Verbrennungen bis zum vierten Grad“, sagt der Oberarzt. Ab einer Verbrennung dritten Grades ist die Hautschicht bereits vollständig zerstört. „Bei einer Verbrennung vierten Grades wird es für die Haut schwierig zu heilen, weil in der Umgebung wenig Restgewebe vorhanden ist“, so Rubenbauer weiter.
Wenn noch Restgewebe vorhanden ist, können die Wunden damit abgedeckt werden. „Andernfalls kann eine Amputation notwendig werden“, sagt Rubenbauer. Eine Amputation ist auch erforderlich, wenn ein Kompartmentsyndrom auftritt, bei dem es sich um einen erhöhten Gewebedruck unter geschlossener Haut handelt.
Das machen die Ärzte in diesem Fall
„Ein Patient mit diesen Verbrennungen sollte so schnell wie möglich in eine Spezialklinik für schwere Brandverletzungen gebracht werden“, sagt Rubenbauer. Die Ärzte untersuchen dann die Tiefe und das Ausmaß der Verbrennungen. „Im Zweifelsfall operieren“, sagt der Oberarzt.
Umfang und Tiefe bestimmen, wie Ärzte damit umgehen. „Bei oberflächlichen Verbrennungen reicht eine künstliche Haut. Bei tieferen Verbrennungen kann man die Wunden des Patienten mit eigener verletzter Haut abdecken“, sagt Rubenbauer. Bei noch tieferen Verbrennungen bleibt nur noch der Plastiklappen und im schlimmsten Fall die Amputation.
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