Wer fastet, verzichtet für einen bestimmten Zeitraum ganz oder teilweise auf bestimmte Speisen, Getränke oder Genussmittel. Dieser Verzicht zielt darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, den Stoffwechsel anzuregen und den Geist zu stärken. Fasten soll sich auch positiv auf eine Vielzahl von Krankheiten auswirken, wie etwa Krebs, Diabetes oder einen hohen Cholesterinspiegel, die wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen können.
Es gibt diese Art des Fastens
Heilfasten
Heilfasten ist eine jahrtausendealte Tradition, die darauf abzielt, Körper und Geist zu reinigen, indem man auf feste Nahrung verzichtet. Die Fastenmethode kann zum Abnehmen oder zur Behandlung bestimmter Krankheiten eingesetzt werden. An Fastentagen können Sie neben mindestens 2,5 Liter Wasser oder Kräutertee auch Frucht- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühe zu sich nehmen. Laut der Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) sollte eine Heilfastenkur zwischen 7 und 10 Tagen dauern, davon ein Vorbereitungstag und drei Tage nach der Kur, in denen Sie sich langsam an feste Nahrung herantasten.
Das schnelle Intervall
Während man beim Heilfasten einige Tage hintereinander auf feste Nahrung verzichtet, fastet man beim Intervallfasten, auch Intervallfasten genannt, kürzer: Hier zwischen 16:8, 5:2 und dem 1:1 Methode. Bei einem 16:8-Fasten fastest du 16 Stunden lang und isst 8 Stunden am Tag; Diese Form des intermittierenden Fastens ist am weitesten verbreitet. Beim 5:2-Fasten wird an 5 Tagen in der Woche normal gegessen und an den verbleibenden zwei Tagen wird fasten oder sehr wenig gegessen. Bei der 1:1-Methode, auch Intervallfasten genannt, isst du an einem Tag normal und am nächsten Tag nur noch etwa 25 Prozent deiner gewohnten Energiemenge zu dir.
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Basenfasten
Das tausendjährige Basenfasten dient nicht nur dem Abnehmen, sondern auch der Entsäuerung des Körpers und der Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts. Bei der Umsetzung des Basenfastens gibt es mehrere Methoden, die unterschiedliche Nahrungsmengen zulassen. Basische Lebensmittel wie Obst, Salate oder Gemüse sind während des Basenfastens in der Regel erlaubt. Abgesehen davon sollten Basenfastenende, wie auch bei anderen Fastenarten, mindestens 2,5 Liter pro Tag trinken. Zusätzlich können Sie bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, die sogenannte Pulverbasis, einnehmen.
Wasserfasten
Das Wasserfasten ist wohl die radikalste Form des Fastens, da mehrere Tage hintereinander nur Wasser getrunken wird, mindestens aber drei Liter pro Tag. Drei Tage vor Kurbeginn beginnt die Vorbereitung, in der auf leichte und bekömmliche Kost umgestellt wird. Der Stuhlgang wird am ersten Tag des Wasserfastens empfohlen. Dazu sollte mit Hilfe von Glaubersalz oder einem Einlauf ein starker Durchfall herbeigeführt werden.
Fasten: Vor- und Nachteile
Je nach Art des Fastens werden verschiedene gesundheitliche Vorteile nachgesagt. Fasten trainiert unter anderem den Stoffwechsel und der Körper kann sich auf Zellreinigungsprozesse (Autophagie) konzentrieren, solange er nicht mit der Verdauung beschäftigt ist.
Wer jedoch längere Zeit komplett auf Nahrung verzichtet und nur Wasser trinkt, riskiert Mangelerscheinungen. Beispielsweise können Kopfschmerzen, Übelkeit, Konzentrationsprobleme oder Herz-Kreislauf-Probleme auftreten. Auch nach mehrtägigem Fasten können Nierensteine und Gichtanfälle auftreten. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Apothekerzeitung nur Fastenarten, die mindestens 200 bis 400 Kalorien pro Tag zu sich nehmen.
Erkrankte sollten eine Fastenkur unbedingt vorher mit ihrem Arzt besprechen. Generell sollten schwangere und stillende Frauen auf Fasten verzichten.
Was wäre, wenn Sie jeden Tag fasten >>