WM: Marokkos Märchen ist vorbei, Frankreich steht im Finale


22.10 Uhr: Das sagen die Franzosen

  • „Das war ein weiteres außergewöhnliches Spiel, und noch etwas steht noch bevor. Lasst uns den Titel anstreben.“ (Trainer Didier Deschamps)
  • “Es ist unglaublich, im WM-Finale zu spielen. Frankreich-Argentinien ist ein tolles Spiel. Dafür haben wir hart gearbeitet.” (Verteidiger Theo Hernández)

Abpfiff: Mbappé vs. Messi im Finale

Das war. Marokkos sensationelle Serie endete mit einer 0:2-Niederlage gegen Frankreich. Mit erhobenem Haupt spielen die Afrikaner am Samstag gegen Kroatien um Platz drei. Sie haben nicht nur einen tollen Kampf geliefert, sondern auch offensiv ein attraktives Spiel gezeigt. Aber diesmal sollte es keine gefährlichen Tore geben. Symbolisch steht hier kurz vor der Pause der Fallrückzieher, der nur den Pfosten traf. Auch in der Nachspielzeit gaben sie nicht auf und hätten den Anschluss herstellen können oder müssen.

Das Finale der Franzosen ist unverdient – ​​am Sonntag geht es gegen Messis Argentinien – aber keineswegs. Nach der frühen Führung hätten sie noch vor der Umstellung aufsteigen können. Am Ende warteten sie geduldig auf ihre Chance und brachten einen neuen Helden zur Welt: den nachnominierten Frankfurter Stürmer Kolo Muani, der mit der ersten Ballberührung das 2:0 erzielte.

Das Tricolor Team ist nun das erste Team seit 60 Jahren, das den WM-Titel verteidigt. Das letzte Mal, dass Brasilien das tat, war 1962.

87. Minute: Marokkos Stecker wird gezogen

Ich hätte hier sein sollen. Entsetzte Marokkaner auf der Tribüne, erschöpfte Marokkaner auf dem Feld. Der Glaube an das Finale scheint verschwunden zu sein.

79. Minute: 2:0 – Frankfurt Joker sichert sich die Vorentscheidung

Das Ding scheint funktioniert zu haben. Eintracht Frankfurts Randal Kolo Muani staubte sich ab und erzielte das 2:0. 42 Sekunden nach dem Austausch! Mit seinem ersten Ballkontakt! Mbappé hatte zuvor geschossen. Wie so oft wurde sein Schuss abgeblockt und fiel dem Glückspilz mehr oder weniger zu Füßen. Kolo Muani sollte übrigens nicht zur WM fahren, wurde aber nach Benzemas Verletzung einberufen.

Randal Kolo Muani trifft die Entscheidung

Quelle: Getty Images/Catherine Ivill

75. Minute: Aus der Schlussphase

Werden die unermüdlichen Marokkaner mit einem Unentschieden belohnt? Oder vollenden die Franzosen einen Konter gegen den mittlerweile müden Rivalen? Da Paul the Octopus im Ruhestand ist und keine Lust mehr auf Orakel hat, müssen wir uns wundern. Hier sind beide Ausgänge möglich.

68. Minute: Déjà-vu?

Das alles erinnert an Frankreichs Viertelfinale gegen England. Auch dort überließen die Franzosen nach 1:0 dem Rivalen das Spiel und waren die schlechteste Mannschaft, gewannen am Ende aber dennoch mit 2:1, weil sie mit ihrer Offensivklasse immer für ein Sturmgenie und ein Tor gut sind. . Vielleicht heißt der Held diesmal Marcus Thuram. Gladbacher wurde gerade durch Giroud ersetzt. Es gefiel ihm überhaupt nicht. Wenigstens sah er ziemlich mager aus, als er den Ort verließ.

60. Minute: Marokko beeindruckt

Der Außenseiter versucht ständig auszugleichen, und zwar nicht mit einem Hebel, sondern mit bestem Kurzpassspiel. Immer wieder verbünden sich Marokkaner im französischen Raum. Sie sollten nicht überrascht sein, wenn es bald kommt.

55. Min: Wie einst Jürgen Kohler

Mbappé schaltet den Turbo ein und marschiert die linke Linie hinunter wie ein Stier, der in der Ferne ein rotes Tuch sieht. Er lässt zwei Marokkaner stehen, bevor er kurz vor der Seitenauslinie die Handbremse ziehen muss. In diesem Moment kommt Amrabat angeflogen und klärt den Stürmer mit allen Mitteln. Die Betonung liegt auf den Regeln. Denn Amrabat hat es wirklich geschafft, den Ball zu spielen. Jürgen Kohler schnalzt im fernen Deutschland vor dem Fernseher mit der Zunge.

Amrabat räumt Mbappé ab

Quelle: dpa/Robert Michael

46. ​​Minute: Weiter geht es in einem tollen Offensivspiel

Der zweite Teil ist in Arbeit. Sie können gerne wie bisher weitermachen. In der ersten Halbzeit fielen 15 Torschüsse, zehn davon gaben die Franzosen ab. Marokko hingegen hatte mehr Ballbesitz (56 %) und eine leicht positive Zweikampfquote (51 %). Marokko muss noch einmal umstellen: Attiyat Allah ersetzt Bayerns erkrankten Mazraoui.

Halbzeitpause: Schuss über die Latte

Der erste Treffer von Lucas Hernández stellte das erwartete Spiel auf den Kopf. Anstatt die Franzosen anzugreifen, gibt es oft angreifende Marokkaner zu beobachten. Das sieht meistens gut und schön aus und ist manchmal richtig gefährlich. So wie in der 45. Minute, als El Yamiq fast das schönste Tor des Turniers erzielte. Nach einer Ecke startet er einen Fallrückzieher, der aber an den Pfosten geht. Zu erwähnen ist hier auch, dass der Mann Innenverteidiger ist.

Jawad El Yamiq trifft nur den Pfosten

Welche: Getty Images/Dan Mullan

Aufgrund des Einsatzes wäre das Unentschieden durchaus verdient gewesen, auch wenn die auf den Konter wartenden Franzosen das 2:0 selbst hätten holen können. In jedem Fall können Sie die zweiten 45 Minuten dieses sehr schönen Spiels abwarten.

40. Minute: Mbappe! Giroud! Nein! Nein!

Während die Marokkaner zurückschlagen, warten die Franzosen auf eine Gelegenheit zum Gegenschlag. Und es kommt Mbappé schließt einen schnellen Angriff ab, verfehlt aber an Torhüter Bono. Der Ball kehrt vor das Tor zurück, wo Giroud direkt abschießt, aber er verfehlt den Pfosten. Das hätte zweimal 2:0 sein können oder müssen. Jedenfalls stellen wir uns einen fassungslosen Louis de Funés vor. Mondieu! Nein! Nein!

32. Minute: Erster Wechsel, erste Karte

Bittere Nachrichten für Marokko: Überragender Verteidiger Saiss muss verletzt zu Boden gehen, für ihn spielt Amallah. Und dann sieht Boufal nach einem Duell mit Hernandez, der als fragwürdig oder leicht eingestuft wird, eine Gelbe Karte. Die Afrikaner spielen jedoch unermüdlich auf den Ausgleich, riskieren aber immer wieder einen Konter.

25. Minute: Zwei erstaunliche Fakten

  1. Es ist Marokkos erster Rückstand im neunten Spiel unter Trainer Walid Regragui inklusive der laufenden WM.
  2. Theo Hernández war der erste Gegner, der in seinem sechsten WM-Spiel gegen Marokko ein Tor erzielte. Zuvor gab es nur ein Aguerd-Eigentor gegen Kanada.

20. Min.: Giroud am Pfosten, lustiges Spiel

Die Auftaktphase ist vorbei und in den ersten 20 Minuten ist mehr passiert als in manchen WM-Spielen über 90 Minuten. Die Marokkaner verstecken sich nicht und haben bereits zwei gute Angriffe hingelegt. Aber die Franzosen sind viel gefährlicher.

Olivier Giroud schlägt den Ball an den Pfosten

Was: AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Stürmer Giroud schießt am Ende einen Konter wuchtig, der Ball knallt zur Freude von Millionen Marokkanern an den linken Pfosten. Der berühmte Torhüter Bono wäre nicht in die Nähe gekommen.

10. Minute, gute Chance für Marokko

Die Afrikaner sind vom Auftaktrückstand nicht überrascht und zeigen, dass man mit einer Fünfer-Abwehrkette angreifen kann. Ounahi schießt aus 20 Metern. Torhüter Lloris taucht ins linke Eck ein und kann sich festhalten. Auch wir bekräftigen: Fangen wir hier fröhlich an.

5. Minute: 1:0 für Frankreich

Erster Schlag, erstes Tor: Unter den Pfiffen Zehntausender Marokkaner ging Frankreich früh in Führung. Theo Hernández macht das 1:0 für den amtierenden Meister. Mbappé schießt zweimal aufs Tor, beide werden geblockt. Den zweiten Abpraller nutzt der Bruder von Bayern-Profi Lucas Hernández mit einer eher kunstvollen Aktion aus.

Theo Hernández (l.) traf in der fünften Minute zur Führung für Frankreich

Bildnachweis: AFP/ODD ANDERSEN

1. Minute: Wow!

Die Hymnen werden gesungen (Marokkanisch ist sehr stark), die Aufstellungen werden verlesen, der Startschuss fällt. Werden Frankreich oder Marokko gemeinsam mit Argentinien das Finale in Katar erreichen? Das zweite Halbfinale läuft.

19:50 Frankreich ohne zwei Stammspieler

Weltmeister Frankreich muss im Halbfinale gegen Marokko auf die erkrankten Dayot Upamecano und Adrien Rabiot verzichten. Bayern-Profi Upamecano sitzt zunächst auf der Bank und wird in der Innenverteidigung durch den Ex-Leipziger Ibrahima Konaté ersetzt. Mittelfeldspieler Rabiot, 27, steht nicht einmal im französischen Kader, im Mittelfeld spielt Youssouf Fofana.

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Upamecano und Rabiot hatten vor dem Spiel das Abschlusstraining der Équipe Tricolore verpasst. Medienberichten zufolge leiden beide an einer Erkältung. Abgesehen von diesen beiden Wechseln stellte Trainer Didier Deschamps gegen die marokkanische Überraschungsmannschaft die gleiche Startelf auf wie im Viertelfinale mit 2:1 gegen England.

Marokko wird ohne Yahia Attiyat Allah und Selim Amallah starten, die beide auf der Bank sitzen, nachdem sie bisher in der K.-o.-Runde zermürbend gespielt haben. Trainer Walid Regragui kündigte am Dienstag an, dass definitiv kein Profi ausfallen werde. Gegen den Weltmeister stellt er seine Abwehr auf eine Fünferkette um.

Die Ausrichtungen

  • Frankreich: Lloris – Kounde, Varane, Conate, T. Hernandez – Tchouamen, Fofana – O. Dembele, Griezmann, Mbappe – Giroud
  • Marokko: Bono – Hakimi, El Yamiq, Aguerd, Saiss, Mazraoui – Ziyech, Ounahi, Amrabat, Boufal – En-Nesyri

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