Veröffentlicht am 1. August 2022, 4:45 Uhr
Berner Oberland: Ein 25-Jähriger kehrt von einer Wanderung nicht zurück: Ein Freund sucht ihn verzweifelt
Seit Mitte Juli keine Spur von Aslan Musavi aus Burgdorf BE. Von seinem Treck in der Jungfrauregion kehrte er nicht zurück.
1/3
Vermisst seit 16. Juli: Aslan Musavi ist von seiner Reise ins Berner Oberland nicht zurückgekehrt.
Sein letztes Lebenszeichen ließ er in der Nähe des Fallbodensees fallen.
Dort schrieb er seiner Verlobten, dass sein Handy fast leer sei und er es deshalb ausschalte.
-
Aslan Musavi unternahm eine Reise in die Jungfrauregion und kehrte nicht zurück.
-
Ein enger Freund hat bereits mehrfach nach der vermissten Person gesucht, bisher ohne Erfolg.
-
Zwei Wochen nach seinem Verschwinden hat sie die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, Aslan lebend zu finden.
Aslan Musavi aus Burgdorf BE wird seit rund zwei Wochen vermisst. Am Samstagmorgen, 16. Juli, machte der 25-Jährige einen Ausflug in Richtung Interlaken. „Kurz nach 11.15 Uhr schrieb sie ihrem Verlobten in Pakistan, dass ihr Handy fast leer sei und sie es ausschalten wolle“, sagt Saifullah Jan Ali. Er ist ein enger Freund von Musavi; die beiden lernten sich vor Jahren auf der Flucht aus dem Iran kennen. Die Nachricht an die Verlobten, die die Vermisste oben auf der Kleinen Scheidegg hinterlassen hat, war ihr letztes Lebenszeichen.
Ali ist bereits dreimal zum Eigergletscher aufgebrochen, um seinen Freund zu suchen. Dafür nahm er sich sogar eine Auszeit. „Mein Plan wäre gewesen, mit vier oder fünf anderen Leuten die Gegend zu durchkämmen, aber leider konnte ich niemanden finden, der mir bei der Suche hilft“, sagt der 33-Jährige. Auch er brach am Sonntag, 31. Juli, in die Jungfrauregion auf, diesmal ausgerüstet mit einer Drohne. “Ich bekomme das Ding nicht aus dem Kopf, ich muss weiter nach Aslan suchen”, sagt Ali. Das ist sie auch Aslans Familie in Pakistan schuldig: “Sie ist völlig hilflos und kann nichts tun.”
„Es muss etwas Schlimmes passiert sein“
Währenddessen erstellte Alis Pflegefamilie in Münsingen BE Flugblätter, die sie in der Region verteilte und an ihre Kontakte verschickte. Seine Schwester hat alle Hotels und Herbergen in der Region angeschrieben und um Hilfe gebeten, ohne Erfolg. “Es fällt ihnen schwer, dich in so einem Fall ernst zu nehmen”, sagt Ali. Viele würden denken, dass Aslan, der 2015 in die Schweiz geflohen ist, untergetaucht sein könnte. Aber dafür gibt es keinen Grund. „Er hat einen Aufenthaltstitel B, ist berufstätig und engagiert. Er war nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Es muss etwas Schlimmes passiert sein, damit er geht; ein Unfall oder eine Verletzung, die Sie daran hindert, Hilfe zu holen.”
Auf seinem Spaziergang trug Musavi einen grauen Hut, ein weißes T-Shirt, hellblaue Jeans und einen hellblauen Rucksack. „Ich bin der Polizei oder mir für jede Information dankbar, damit Aslan gezielter gesucht werden kann“, sagt Ali. Er vermutet, dass sein wanderbegeisterter Freund irgendwo ausgerutscht oder gestürzt ist. Ali hat die Hoffnung nicht aufgegeben, ihn lebend zu finden. Immerhin gab es bereits Vermisste, die nach mehr als 14 Tagen lebend aufgefunden wurden.
Jetzt Bern Push aktivieren!
Nur mit dem 20-minütigen Bern-Push erhalten Sie die neusten Nachrichten aus der Region Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis blitzschnell auf Ihr Handy.
Und so funktioniert es: Tippen Sie in der 20-Minuten-App unten rechts auf „Cockpit“. Dort unter „Benachrichtigungen“ und dann „Weiter“. Kreuzen Sie dann bei den Regionen “Bern” an, tippen Sie erneut “Weiter” und dann “Bestätigen”. Voila!
Wir sind auch auf Instagram. Folgen Sie uns für Beiträge, Geschichten und Gewinnspiele aus der Region und senden Sie uns Ihre Fotos und Beiträge – 20 Minuten in der Region Bern.
Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr
Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News mehr zum aktuellen Weltgeschehen. Holen Sie sich jeden Tag das Wichtigste kurz und prägnant direkt in Ihr Postfach.
(aktiviert)