Pegasus fliegt in diesen Wochen über Jupiter in den Himmel. (stellar)
In diesem Jahr ist er leicht zu finden: Er befindet sich über dem unverzichtbaren Planeten Jupiter. Dies ist der hellste Lichtpunkt am Nachthimmel.
Das markante Quadrat bildet den Torso des Pferdes. Dem Stern unten rechts folgt ein langes, flaches Dreieck, das Hals und Kopf darstellt. Die Vorderbeine sind zwei schwächere Sternenketten, die oben rechts beginnen.
Bei uns liegt das Pferd also auf dem Rücken. Für entfernte Beobachter auf der Südhalbkugel galoppiert Pegasus jedoch senkrecht über den nördlichen Himmel.
Andromedas leuchtende Sternenkette kann man sich als seine Hinterbeine vorstellen. Für uns schließt es sich links oben an das Herbstquadrat an.
Der Legende nach ist Pegasus der Sohn des Meeresgottes Poseidon und der Medusa. Das Pferd sprang von Medusas Oberkörper, nachdem Perseus ihr den Kopf aus Schlangenhaar abgeschnitten hatte. Er flog vom Körper der Mutter weg in die Helikonberge. Als sein Huf bei der Landung den Boden berührte, sprudelte die den Musen heilige Quelle der Hippokrene hervor.
Im alten China war der Platz in zwei Figuren geteilt. Die rechte Seite stellte Shi dar, einen der vielen Paläste des Herrschers: die Sterne auf der linken Seite die Wand der Kaiserlichen Bibliothek.
Das markante Quadrat dominiert nun den Abendhimmel und fliegt nach Mitternacht nach Südwesten.