Zug SVP CFO
Heinz Tännler will Bundesrat werden
Es sei Zeit für einen Zentralschweizer Bundesrat, sagt Heinz Tännler. Und er positioniert sich als Nachfolger von Bundesrat Ueli Maurer.
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Zuger SVP-Finanzvorstand Heinz Tännler geht ins Rennen um den vakanten Bundesratssitz von Ueli Maurer.
Ein anderer SVP-Mann wirft seinen Hut in den Ring. Der Finanzdirektor der Zuger SVP, Heinz Tännler (62), kündigte in der «Schweiz am Wochenende» an, für den Bundesratssitz kandidieren zu wollen. «Ich bewerbe mich um einen Sitz im Bundesrat», sagte Tännler in der neusten Ausgabe.
Tännler weist darauf hin, dass die Zentralschweiz seit dem Rücktritt von Kaspar Villiger (81) im Jahr 2003 keinen Bundesrat mehr hat. Das gefällt ihm nicht. «Die Zentralschweiz hat sich enorm entwickelt, sie ist wirtschaftlich erfolgreich.» Daher ist es an der Zeit, dass diese Region wieder eine Stimme in der Landesregierung hat.
Er war während neun Jahren Baudirektor und wechselte 2016 ins Finanzdepartement des Kantons Zug. Der ehemalige Alleinschiedsrichter des Schweizerischen Eishockeyverbandes ist Vater von drei erwachsenen Kindern.
2015 als Bundesratskandidat im Gespräch
2001 überlebte Tännler als Kantonsrat das Attentat auf das Zuger Parlament, als ein Schütze in den Sitzungssaal eindrang, drei Regierungsmitglieder und elf Parlamentarier tötete und 15 Personen zum Teil in Lebensgefahr verletzte Leben, bevor der Angreifer sich erschoss.
Zuger war damals nicht Mitglied der SVP. Erst 2002 wechselte er von der FDP zur SVP. 2007 schaffte er den Sprung in die Geschäftsführung.
Rechtsanwalt Tännler war bereits 2015 im Gespräch für eine mögliche Bundesratskandidatur als Nachfolgerin der damals zurücktretenden BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Schon damals bekundete er öffentlich Interesse an der Position, zog sich aber später aus dem Rennen zurück.
Die Partei sollte Optionen haben
Bisher gab es zwei offizielle Bewerbungen für den vakanten SVP-Sitz, beide aus Bern: Nationalrat Albert Rösti (55) und Staatsrat Werner Salzmann (59) haben ihre Kandidatur bereits angekündigt.
Seine Partei soll die Wahl haben, sagt Tännler zu seiner Kandidatur für den Bundesrat. Kantonale Parteien können ihre Kandidaten Ende nächster Woche anmelden. Dann gibt es eine Option innerhalb der SVP Schweiz. Und am 7. Dezember finden die Bundesratswahlen statt.
Auch der Präsident der SVP-Bundestagsfraktion, Thomas Aeschi (43), ist im Rennen um Maurers Nachfolge. Wie Tännler stammt auch er aus dem Kanton Zug. Mit seinen Ambitionen hielt sich Aeschi jedoch weiterhin bedeckt. Er werde dazu nächste Woche Auskunft geben, sagte Aeschi am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Zuvor hatten mehrere prominente Namen der Partei auf die Nachfolge von Ueli Maurer (71) verzichtet, darunter SVP-Nationalrätin St. Gallen Esther Friedli (45) und Nationalrat Gregor Rutz (50). (sie/ihr)