Shandong und Henan: Führt zu Organversagen: Ein neuer Virusausbruch in China

Aktualisiert am 9. August 2022, 20:45 Uhr

Shandong und Henan: Führt zu Organversagen: Ein neuer Virusausbruch in China

Nach Corona und Affenpocken breitet sich in China das neue und gefährliche Langya-Henipa-Virus aus. Derzeit sind 35 Fälle bekannt.

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In China ist ein neues Virus ausgebrochen.

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Das sogenannte Langya-Henipavirus (LayV) verursachte bei einem hohen Prozentsatz der zuvor Infizierten Leber- oder Nierenversagen.

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Wie das Coronavirus und die Affenpocken wird das Langya-Virus von Tieren auf Menschen übertragen.

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  • Wie das Coronavirus und die Affenpocken wird das Langya-Virus von Tieren auf Menschen übertragen.

  • Bisher soll es in den betroffenen Provinzen 35 Fälle geben.

  • Das Virus kann Organversagen verursachen.

  • Es scheint jedoch, dass das Langya-Virus sehr schwer von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

In den chinesischen Regionen Shandong und Henan scheint es einen Ausbruch dieses neuen Erregers gegeben zu haben. Das sogenannte Langya-Henipavirus (LayV) ist möglicherweise ebenso wie das Coronavirus und die Affenpocken von Tieren auf den Menschen übergegangen, berichtet Heute.at. Nach Angaben taiwanesischer Medien unter Berufung auf die National Centers for Disease Control (CDC) gibt es in den betroffenen Provinzen bereits 35 Infektionsfälle.

In einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie berichten Forscher, dass neun der Patienten auch mit anderen Erregern infiziert waren, sodass nur die restlichen 26 auf Symptome getestet wurden. Bei allen Patienten wurde festgestellt, dass sie Fieber entwickelten. Die anderen leichten Symptome (Müdigkeit, Husten, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen) fanden sich in absteigender Reihenfolge nur bei 54 bis 35 Prozent der Untersuchten.

Schwere Komplikationen und Organversagen

Wenn das alles wäre, müsste sich niemand Sorgen machen, aber leider kann das Langya-Henipavirus auch ernsthafte Komplikationen verursachen. Einer von zwei Patienten zeigte eine Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen und jeder dritte hatte auch eine verminderte Anzahl von Blutplättchen. Die Erkrankung führte bei 35 % der Betroffenen zu akutem Leberversagen, zwei der 26 Patienten litten zusätzlich an Nierenversagen.

Das Virus wurde möglicherweise von Spitzmäusen übertragen; Insektenfresser sind wahrscheinlich sein Wirt. Eine positive Probe wurde bei einer von vier getesteten Spitzmäusen bei 25 Wildtierarten in den Regionen gefunden. Spitzmäuse übertragen auch das für Menschen tödliche Borna-Virus.

Das Virus ist nur schwer von Mensch zu Mensch übertragbar

Der stellvertretende Generaldirektor der taiwanesischen CDC, Chuang Jen-hsiang, bestätigte den Virusausbruch am Sonntag. Ihm zufolge gibt es noch einen Lichtblick: Es ist wahrscheinlich, dass sich die 35 Betroffenen unabhängig voneinander angesteckt und das Virus nicht an ihre Familien oder andere Kontakte weitergegeben haben. Dies deutet darauf hin, dass das Langya-Henipavirus sehr schwer von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Aber das ist an dieser Stelle nur eine Theorie. Wissenschaftler arbeiten bereits mit Hochdruck an der Analyse des neuen Virus und an einer praktikablen Testmöglichkeit, um die Ausbreitung unter den Menschen der Region, wie es bei Corona der Fall ist, genau beobachten zu können.

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(heute.at/fis)

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