Gasmaske und Zahngoldkronen
Ukrainer entdecken im befreiten Dorf eine Folterkammer
Im befreiten Dorf Pisky-Radkiwski machten die ukrainischen Behörden nach eigenen Angaben einen grausamen Fund. Es ist eine Folterkammer. Die Behörden ziehen einen Vergleich mit Auschwitz.
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Erschreckender Fund in dem kleinen Dorf Pisky-Radkivski: Diese Gasmaske wurde ukrainischen Behörden zufolge in einer Folterkammer verwendet.
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat auf Twitter erschreckende Aufnahmen gepostet: Im Dorf Pisky-Radkivski sollen ukrainische Streitkräfte bei der Befreiung der östlichen Region Charkiw eine Folterkammer entdeckt haben. Was sie darin fanden: Gasmasken und einen großen Behälter mit goldenen Zahnkronen.
Das ukrainische Verteidigungsministerium behauptet, russische Soldaten hätten dort Menschen gefoltert, ihnen ihre goldenen Kronen abgenommen und sie dann lebendig begraben. Das Ministerium spricht von einem “Mini-Auschwitz”. Diese Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.
„Die Nachbarn hörten immer wieder Schreie“
In einem Statement auf Facebook äußerte sich auch Serhiy Bolvinov zu dem schrecklichen Fund. Er ist Leiter der polizeilichen Ermittlungsbehörde in der Region Charkiw. “Nachbarn konnten von dort ständig Schreie hören”, schreibt der Forscher.
Nach der Evakuierung in der Region erstatteten die Bewohner der Kleinstadt Anzeige bei der Polizei. Zeugenaussagen zufolge wurden mehrere Personen im Keller eines Hauses gefangen gehalten. Unter ihnen: die ukrainischen Streitkräfte und die Bewohner des Dorfes. Die Polizei habe mit Sicherheit gewusst, dass Gasmasken verwendet und die Opfer lebendig begraben worden seien, schreibt Bolvinov. In der Folterkammer wurden auch ein Dildo, Kabel und Seile sowie ein Brief gefunden, der die Vernehmung eines Mannes dokumentiert.
Der Fund in Pisky-Radkiwski ist offenbar nicht der erste seiner Art: In der Region Charkow entdeckten ukrainische Polizisten vor rund zwei Wochen mehrere mutmaßliche Folterkammern der russischen Besatzer. Beamte sprachen von mindestens zehn solcher Kammern.
Eine Woche in ukrainischer Hand
Das kleine Dorf Pisky-Radkivski, etwa 155 Kilometer südöstlich der Stadt Charkiw, steht nicht mehr unter der Kontrolle russischer Truppen. Vor etwa einer Woche gaben die lokalen Behörden bekannt, dass die Siedlung Pisky wieder in ukrainischer Hand sei.
Nun wollen die Behörden aufklären, was passiert ist. Die Polizei kennt die Namen der misshandelten Soldaten. „Ermittler und Staatsanwälte arbeiten daran, alle Fakten über diese Folterkammer zu ermitteln“, fährt Bolvinov fort. “Die Justiz wird alle für schuldig befinden.” (Baby)