Nachrichtenblog über den Krieg in der Ukraine
Putin befiehlt den Generälen, sich zu melden
Von dpa, afp, rtr, t-online
Aktualisiert am 17.12.2022 – 10:53 Lesezeit: 31 min.
Luhansk: Hier ist ein russisches Munitionsdepot explodiert, wie das Video zeigen soll. (Quelle: t-online)
Tag 297 seit Kriegsbeginn: Neue Drohungen gegen die NATO kommen aus Russland. Die Ukraine rechnet mit weiteren Raketenangriffen. Alle Infos im Newsblog.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einfügung
Wieder nationaler Luftalarm in der Ukraine
10.53 Uhr: In der Ukraine wird landesweit der Fliegeralarm reaktiviert, auch in der Hauptstadt Kiew. Im ganzen Land heulen Sirenen, sagen Beamte. Die Militärverwaltung in Kiew forderte die Bevölkerung über den Kurznachrichtendienst Telegram auf, sich in Notunterkünfte zu begeben.
London: Moskau wird wahrscheinlich iranische Drohnen von einem neuen Standort aus starten
10.19 Uhr: Moskau setzt nach Angaben britischer Geheimdienste in seinem Angriffskrieg in der Ukraine nun iranische Drohnen von einem anderen Ort als bisher ein. Neben luft- und seegestützten Marschflugkörpern wurden laut den täglichen Informationen des britischen Verteidigungsministeriums auf Twitter in den letzten Tagen höchstwahrscheinlich vom Iran gelieferte Drohnen aus der südlichen Region Krasnodar Russlands bei Angriffen auf kritische Infrastrukturen eingesetzt. Samstag.
Bisher wurden diese Drohnen hauptsächlich von der Schwarzmeerhalbinsel Krim gestartet, die Russland 2014 illegal annektierte. Die Briten sehen in der Änderung ein Zeichen dafür, dass Moskau sich Sorgen über die Verwundbarkeit der Krim machen könnte. Außerdem ist es für die Russen einfacher, die Lieferungen an den neuen Standort zu organisieren, da die Waffen vermutlich in der näher gelegenen russischen Region Astrachan ankommen.
Putin bespricht mit Militärkommandeuren das Vorgehen in der Ukraine
10.06 Uhr: Vor dem Hintergrund der anhaltenden massiven russischen Angriffe in der Ukraine hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin nach Angaben des Kreml am Freitag den ganzen Tag über über den Stand der Militäroperation ausgetauscht. Putin habe den ganzen Freitag mit dem Personal der an der militärischen Sonderoperation in der Ukraine beteiligten Streitkräfte verbracht, teilte der Kreml am Samstag mit. Unter anderem hielt Putin ein Treffen ab, an dem Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Stabschef Valery Gerasimov teilnahmen.
Der Präsident hatte auch “separate Treffen” mit den Kommandeuren der verschiedenen an der Operation beteiligten Dienste. „Ich würde gerne Ihre Vorschläge zu unserem kurz- und mittelfristigen Vorgehen hören“, sagte Putin bei dem Treffen, das am Samstag in Auszügen im russischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde.
Wladimir Putin: Nach Angaben des Kreml verbrachte der russische Präsident den ganzen Freitag im Hauptquartier der an der militärischen Sonderoperation in der Ukraine beteiligten Streitkräfte. (Quelle: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/dpa/dpa-images)
In Kiew wurde die Wasserversorgung wiederhergestellt
7.53 Uhr: Einen Tag nach den jüngsten Angriffen mit russischen Raketen auf die Infrastruktur der Ukraine sind nach Angaben der Behörden alle Einwohner der Hauptstadt Kiew wieder an die Wasserversorgung angeschlossen. Auch die U-Bahn fahre wieder, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Außerdem geht in der Hälfte der Stadt die Heizung wieder an und zwei Drittel der Stadt sind wieder mit Strom versorgt.
Notabschaltpläne für elektrische Anlagen müssen jedoch eingehalten werden. “Weil der Strommangel wichtig ist.” Seit Oktober führt das russische Militär fast wöchentlich Luftangriffe gegen die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine durch. Für die Menschen bedeutet das Strom-, Heizungs- und Wasserausfälle im tiefsten Winter bei Minusgraden. Die Regierung in Kiew spricht von Kriegsverbrechen, Russland hat erklärt, es gehe darum, die ukrainische Armee zu schwächen.
Das Highlight des Abends
5.55 Uhr: Die Ukraine rechnet nach russischen Raketenangriffen mit längeren Stromausfällen, kündigt aber auch Gegenschläge an. Gestern Abend ist das neunte Sanktionspaket gegen Russland in Kraft getreten. Todesfälle in Luhansk nach Angriffen in der Ukraine gemeldet. Lesen Sie hier die Highlights des Abends.
In der Ukraine wird eine Rakete abgefeuert (Dateibild): Kiew hat Gegenangriffe angekündigt. (Quelle: imago images)