Video des Verteidigungsministers: Lambrechts seltsame Böllerbotschaft an Silvester

Verteidigungsminister von Deutschland

Viel Kritik nach Lambrechts kurioser Kracher-Rede in Berlin

Stand: 10:30 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Auch Christine Lambrecht spricht in ihrem Instagram-Video von „vielen besonderen Eindrücken, die ich gewinnen konnte“. „Dafür möchte ich mich bedanken“

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Eine Neujahrsansprache über den Krieg und „viele Begegnungen mit interessanten und fantastischen Menschen“: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat in der Silvesternacht an einer Berliner Kreuzung ein Video aufgenommen, das nun massiv auf Kritik stößt

„Privat hier“, sagt ihre Instagram-Seite. Aber darf ein Bundesverteidigungsminister einfach “privat” in eine Kamera sprechen? Wenn er über den Krieg und seine Erfahrungen im Kriegsjahr 2022 spricht und sich bei den Soldaten bedankt, dann ist ein Bundesverteidigungsminister nicht mehr im Privaten. Christine Lambrecht (SPD) muss nun mehr Häme und Kritik einstecken, obwohl das für die ohnehin schon umstrittene Ampelkabinettsministerin nichts Neues ist.

Denn es ist? Lambrechts Video erschien auf seinem persönlichen Instagram-Kanal, der mit einem blauen Häkchen verifiziert ist, fast 17.000 Follower hat und auf dem Lambrecht parallel zum Account des Verteidigungsministeriums auch über seine Arbeit berichtet.

Es scheint am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Bürgersteig aufgenommen worden zu sein. Nicht nur die Silvesterböller und -raketen übertönen den Straßenlärm, auch die Rede des Ministers wird kaum verstanden. Entweder war ein Mikrofon offensichtlich nicht angeschlossen oder es funktioniert nicht.

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Böller dominieren den Clip, in dem der Verteidigungsminister kurz über den Krieg spricht: “Ein Krieg wütet mitten in Europa.” Dann fährt er fort: „Es waren viele besondere Eindrücke, die ich daraus mitnehmen durfte. Viele, viele Begegnungen mit interessanten und wunderbaren Menschen. Dafür möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken.“

Viele deutsche und internationale Politiker, Journalisten und Experten reagierten auf den Auftritt des Ministers. Die Kritik wuchs vor allem an Silvester, als das Video auf Twitter viral wurde. Die Sicherheitsexpertin Ulrike Franke von der Denkfabrik European Council on Foreign Relations schrieb, es sei unerträglich, dass es zu kurz greife. Es herrscht Krieg in Europa und Lambrecht sagt, er habe tolle Menschen kennengelernt. “Haben sie in Berlin den Verstand verloren?”

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Florian Hahn, verteidigungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, antwortete auf Twitter: „Dieses Video spricht für sich. Schade, was für eine schlechte Interpretation. Die Bundeswehr hat etwas Besseres verdient!“

CDU-Politiker Armin Laschet, der die verheerende Wirkung ungeschickter Videoaufnahmen aus erster Hand kennt, bezog sich in einem Tweet auf die Formulierung von Sicherheitsexperte Franke: „Haben sie in Berlin den Verstand verloren? Interessieren Sie sich für Deutschlands Einfluss auf Europa und die Welt?”.

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Verteidigungsminister Lambrecht

CDU-Verteidigungspolitiker Serap Güler forderte indirekt Lambrechts Entlassung: „Er hat schon mit seiner ‚5000-Helme‘-Nummer gezeigt, dass er keinen Sinn für richtige Kommunikation hat . Also: Jede weitere Minute, die der Bundeskanzler diesen Minister noch festhält und damit dem Ansehen unseres Landes weiter schadet, geht an ihn.“

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