WM 2022: „Izzy“ enthüllt Umschlag mit Falschgeld im FIFA-Museum

„Izzy“ tritt beim Weltverband an

Plötzlich liegt im FIFA-Museum ein Schmiergeldumschlag

Die Macher von „Izzy Projects“ starten ihre nächste Kampagne. Diesmal ist es FIFA. Sie scheuen keine Mühen, um den Weltfussballverband dazu zu bringen, Korruption einzugestehen.

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Cedric Schild von „Izzy“ hat eine verrückte Kampagne gestartet.

Alles lief gut, als der WM-Titel an Katar vergeben wurde? Sie wird nicht erst hinterfragt, seit der Ball in dem Wüstenstaat ins Rollen kam. Von Korruption ist die Rede, es sollen Stimmen gekauft und Beamte bestochen worden sein. Dafür gibt es keine Beweise.

Die Macher des Social-Media-Magazins „Izzy Projects“ nehmen die Gerüchte dennoch zum Anlass für eine aufwändige Kampagne. Sie behaupten, dass das Thema Korruption im FIFA-Museum in Zürich präsent sei. „Was dem FIFA-Museum noch fehlt, um die Geschichte zu vervollständigen, ist ein Originalumschlag mit einem Schmiergeld von der WM 2010 in Katar“, erklärt Cedric Schild von „Izzy“ im Video.

Die Sicherheit raubt Ihnen den Atem

Mit viel Liebe zum Detail und viel Mühe wurde eine entsprechende Ausstellung erstellt. Und so aufbereitet, dass es sich auch optisch in die Museumsausstellung einfügt, inklusive erläuterndem Text.

Nur: Wie passt etwas in ein Museum, das von unzähligen Kameras und Sicherheitsleuten überwacht wird? Um so diskret wie möglich zu sein. Wenn man schweizweit als „Supercedi“ bekannt ist, ist das nicht so einfach. So schnappte Schild kurz nach Luft, als ein Sicherheitsmann beim Betreten des Museums auf ihn zeigte. „Mir war sofort klar, dass er jetzt etwas von mir will“, sagt sie. Ich hatte gehofft, er würde registriert werden und die Kampagne wäre vorbei, bevor sie richtig begonnen hätte. Aber die Dinge sind anders. Der Sicherheitsmann will nur ein Foto mit ihm.

Brief in einem Fenster platziert

Bald darauf bekommt der gefälschte Umschlag seinen Platz. Die Macher von „Izzy“ haben Glück, es gibt bereits eine Vitrine für die WM 2022, die noch leer ist. Die Aktion dauert weniger als zwei Sekunden. Besucher sind sofort begeistert, machen Fotos mit ihm und laden sie ins Internet.

Die “Izzy”-Aktion wird am Mittwochabend aufgelöst. Sobald der Umschlag seinen Platz betreten hat, sollte er von dort wieder verschwinden. Aber „Izzy“ wäre nicht „Izzy“, wenn man nicht zweimal darüber nachdenkt. Das Internet vergisst nicht so schnell, weshalb die Website «geldumschlag.com» ins Leben gerufen wurde. Dort können Fotos heruntergeladen und anschließend mit einer Bewertung des Museums bei Google hochgeladen werden.

Eine gut durchdachte Aktion, die man wohl so schnell nicht vergisst. (bir)

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