Zürich: Der ehemalige Klinikdirektor fordert einen Neubau des Universitätsspitals in Dübendorf

Veröffentlicht am 28. August 2022, 19:32 Uhr

Zürich: Der ehemalige Klinikdirektor fordert einen Neubau des Universitätsspitals in Dübendorf

Ein ehemaliger Direktor des Universitätsspitals Zürich fordert den Wiederaufbau des Universitätsspitals beim Bahnhof Stettbach. Der Zürcher Kantonsrat wird am Montag entscheiden, ob er seine Initiative unterstützt.

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Mit einem Durchbruch im Kantonsrat fordert der ehemalige Geburtshilfechef Roland Zimmermann die Verlegung des Universitätsspitals.

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Laut Zimmermann haben die meisten Gebäude ihre Nutzungsdauer von etwa 30 bis 35 Jahren erreicht. Schon heute kosten Renovierungsarbeiten bis zu 80 Millionen Franken pro Jahr.

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Der Initiant beantragt einen Neubau auf einer Wiese in Dübendorf. Das schützt das Spital und den Kanton vor einem «finanziellen Debakel».

Comedy/Challenge Oeschger

  • In einer Einzelinitiative beantragt ein ehemaliger Direktor der Klinik die Verlegung des USZ.

  • Der Vorschlag wird am Montag im Kantonsrat diskutiert.

  • Grund für die Klage ist, dass die geplante Sanierung des Universitätsspitals zu lange dauere und dem Kanton zu teuer sei.

  • Als Alternative schwebt dem Initiator ein Neubau im Grünen in Dübendorf vor.

Soll das Universitätsspital Zürich (USZ) künftig in Dübendorf stehen? Das fordert zumindest Roland Zimmermann, ehemaliger Direktor der Geburtsklinik USZ. In einer Einzelinitiative, die am Montag im Zürcher Kantonsrat debattiert wird, fordert sie eine Änderung des Universitätsspitalgesetzes, um den Bau des neuen Spitals an einem “neuen strategisch günstigen Standort” zu ermöglichen.

Als neuen Standort erwägt Zimmermann die Liegenschaft „Stettbacherwisen“ in Dübendorf, direkt neben dem Bahnhof Stettbach. Wie er im Text der Initiative erklärt, liege sie «strategisch richtig» rechts der Limmat und wäre mit einem SBB-Shuttle durch den Zürichbergtunnel auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Der Ort wäre auch zum Schutz und zur Rettung leicht über die Autobahn erreichbar.

Zwischen 60 und 80 Millionen Franken kostet die jährliche Renovation

Begründung der Klage: «Der Kanton hat das Universitätsspital 30 Jahre lang vernachlässigt. Nahezu alle Gebäudeteile des Universitätsspitals haben ihre «ausreichende» Nutzungsdauer von rund 30 bis 35 Jahren erreicht.» Allein für Sanierungen muss das in einem “baulich desolaten Zustand” befindliche Universitätsspital jährlich zwischen 60 und 80 Millionen Franken bezahlen. „Das zweitneueste Gebäude, das Provisorium Süd 1, soll zurückgebaut werden, und sowohl das Nordhochhaus als auch der Westflügel, der älteste Flügel des Krankenhauses, müssen dringend saniert werden“, sagt Zimmermann.

Der nun erwartete Ausbau kommt laut Zimmermann zu spät und dauert zu lange. «Zu den Baukosten von fast einer Milliarde Franken für den ersten Neubauabschnitt kommen noch Hunderte Millionen Euro für die Sanierung von Altbauten.»

Schutz vor „Finanzdebakel“

Mit einem Umzug und einem kompletten Neubau würden das Spital und der Kanton vor einem «finanziellen Debakel» bewahrt. „So können wir die Versorgung der Bevölkerung während der Arbeiten weiterhin gewährleisten“, sagt Roland Zimmermann. Zudem entfielen durch den Betrieb vom neuen zentralen Standort aus die kostspieligen Anmietungen an den Aussenbahnhöfen wie Schlieren und Airport Circle. «Damit werden das Spital und der Kanton auch finanziell entlastet.»

Der Kanton muss entscheiden, was mit dem bestehenden USZ-Gebäude geschehen soll. Zimmermann würde sie der Universität zur Verfügung stellen: „Die Nutzung der Räumlichkeiten für die Universität ist ein Gewinn für alle, da die verschiedenen Institute nicht mehr über die Stadt verstreut wären.“

An der Kantonsratssitzung am Montag wird entschieden, ob die Initiative vorerst von mindestens 60 der 180 Ratsmitglieder unterstützt wird. In diesem Fall wird es an den EZB-Rat verwiesen. Der Rat entscheidet dann auf Antrag des zuständigen Gremiums endgültig über die Annahme oder Ablehnung der Initiative.

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